Norbert regt sich auf (geschrieben 1.05.03)
über
Ich mach jetzt Sport! Morgen fang ich an!
Guten Morgen. Wir begrüssen Sie im Hamburg - Velbert Express mit Zwischenhalt in Bremen. An Bord begrüsst Sie ihr Fahrer Becks und ihr DJ Norbert. Bitte schnallen Sie sich an und folgen Sie uns in eine Welt von Kuriositäten. Beginnen wir mit dem Fahrer eines Autos zwischen Hamburg und Bremen, ca. sechzig Jahre alt, der im Muskelshirt ohne Muskeln gekleidet war. Oder nehmen wir DirtyOLTown, der vom Arbeitersamariterbund zum Treffpunkt gefahren wurde. Aber das ist noch nicht alles meine Damen und Herren. Fragte doch am Treffpunkt mit DOT ein Autofahrer mit Hamburger Kennzeichen, wie er nach Bremen käme. Wohlgemerkt: Wir standen auf dem ersten Parkplatz nach dem Bremer Kreuz. Menschen, Tiere, Sensationen meine Damen und Herren. Für ihre Unterhaltung sorgt auch unser DJ, welcher den All inklusiv Mix auflegt u.a. Irish Rebel Songs und Bravo Hits 94. Ja meine Damen und Herren, hier wird ihnen noch was geboten. Nur Pecs Idee Ihnen aus der Zeitung für alte und junge Soldaten "Der Landser" vorzulesen, musste unser Politikkomitee leider ablehnen. Linke und pazifistische Zeitungen sind bei uns nicht erwünscht. Ja auch touristische Schönheiten werden Ihnen geboten, geht es doch in Essen direkt an der Villa Hügel vorbei und zwischen Velbert und Essen konnte malerische Natur bewundert werden. In Velbert bieten wir Ihnen dann die Stadtrundfahrt Marke "Wir suchen das Stadion". In den Hauptrollen: Tankwart T. der die Frage nach dem Weg mit "Ihr fahrt so und so und dann kommt ne Essotankstelle und dann seid ihr da. Und dem Tankwart haut ihr auf die Nase der trägt immer so komische Klamotten." beantwortete und unser DJ als "Der Frager".
Ah meine Damen und Herren ich sehe Lost Boyz. Wir sind da und wünschen Ihnen ein spannendes Spiel. Wir würden uns freuen, sie auf der Rückfahrt begrüssen zu können.
Ah wie ich sehe haben Sie das Spiel gut überstanden. Für die Unannehmlichkeiten durch den Regen möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen, überdachte Sitzplätze waren bei dieser Reise leider nicht buchbar.
Bis Düsseldorf haben wir für Sie den Alleinunterhalter Daniel von der grossartigen Entertainment Gruppe Lost Boyz Flingern engagiert. Er präsentiert sein Programm "Grauen der dritten Liga" . Danach präsentieren wir Ihnen nun die besten Erlebnisse des Tages: Begonnen hat unser Erlebnistag in Velbert an besagter Esso Tankstelle, die komplett in Düsseldorfer Hand war. Komische Mischung haben Sie dort bewundern können, meine Damen und Herren. Lost Boyz, irgendwelche Normalos und ziemlich üble Hauer. Das einzig beunruhigende in diesem Moment war jedoch, dass wir uns auf einer Tankstelle befanden und die Leute fröhlich am rauchen waren. Irgendwann meine Damen und Herren konnten Sie dann auch einen Danger Seeker in Aktion erleben, der mit seinem S04 beklebten Auto meinte genau diese Tankstelle zu besuchen. Und nochmal muß ich mich für Unannehmlichkeiten bei Ihnen entschuldigen. Für die dämlichen Einlasskontrollen waren die örtlichen Ordner verantwortlich. Ganz ehrlich meine Damen und Herren, da werden stundenlange Sicherheitsbesprechungen abgehalten, aber einen engen stark abfallenden Gang, welcher an einem Tor endet, welches zugehalten wird, so dass nur eine Person durchpasst wird nicht bemängelt. Die Verantwortlichen müssen es dann auch auf ihre Kappe nehmen, dass sich hier Leute verletzen und irgendwann das Tor aufrandaliert wird. Den Anwohnern wurde auch ein gutes Program geboten, schmissen die Leute Bierflaschen in den Garten und nachdem sich die Bewohner beschwerten (Originalton: Lasst den Scheiss) wurden noch mehr Flaschen geworfen und in die Einfahrt gepisst.
Beim anschliessenden Sturm ins Stadion konnten auch Sie ohne vorzeigen ihres Tickets ins Stadion gelangen. Leider konnten wir auch im Stadion Ihnen Gedrängel nicht ersparen, da die Blöcke nur durch viel zu kleine Aufgänge betreten werden konnten. Wir hoffen, ihnen haben unsere Plätze links auf der Gerade gefallen. Direkt gegenüber konnten Sie die Brigade Velbert und ein Essen Freundschaftstransparent bewundern. Neben uns hatten sich die Düsseldorfer Hauer bereits durch den ersten Zaun gearbeitet und machten es sich zusammen mt anderen Düsseldorfern in der rasenbewachsenen Kurve gemütlich. Und wir haben Ihnen nicht zuviel versprochen, meine Damen und Herren, kurz vor dem geplanten Anpfiff war immer noch keine Polizei im Stadion und die Düsseldorfer starteten ihren Angriff. Bewaffnet mit Latten wurden Plakate abgerissen und es schepperte kurz und heftig. Irgendwann erschien dann auch mal die Polizei und die Düsseldorfer zogen sich zurück. In der Zwischenzeit konnten Sie meine Damen und Herren das Intro der Düsseldorfer bewundern, welches insbesondere aus ganz viel Rauch in allen Farben bestand. Die Schwenkfahnen kamen aufgrund der Randalewirren nicht zum Einsatz, wir möchten diese kurzfristige Änderung des Programmes entschuldigen. Auch die nun entstehende Pause möchten wir entschuldigen, meine Damen und Herren. Erst verweilten die Spieler noch auf dem Rasen, um sich dann zurückzuziehen. Dafür konnten Sie dann den Aufmarsch der gesamten Einsatzreserve der Polizei Nordrheinwestfalen bewundern. Insbesondere der Dicke in der viel zu engen Jacke sorgte für Erheiterung bei Ihnen. Nach einer halben Stunde erschienen dann auch die Spieler wieder und bei regnerischen Wetter konnte ohne weitere Unterbrechungen gespielt werden. Der Blick aufs Spielfeld wurde nur ab und zumal durch etwas Nebel aus Düsseldorfer Reihen behindert. Sie konnten dann einen echten Pokalfight bewundern, der in der ersten Halbzeit torlos blieb und dann durch ein sehr unglückliches Tor für Velbert entschieden wurde. Fortuna war der Fortuna heute nicht hold meine Damen und Herren, so dass potentielle Tore an der Latte hängen blieben, im Matsch stecken blieben oder mehrfach kläglich vergeben wurden. Aber wer meine Dame und Herren war wegen des Fussballes gekommen?
Die Zeit vertrieben sich die Zuschauer auf den Rängen mit dem Plündern eines Verpflegungsstandes und dem reinreichen von Senf und Colaflaschen in den Block. Das dies die Polizei erst nach ca. 30 min interessierte, obwohl sie bereits früher auf den Umstand aufmerksam gemacht wurde, vermag ich Ihnen nicht erklären. Kurz vor Abpfiff hatten wir leider noch einen kleinen medizinischen Zwischenfall zu überstehen, konnten dann aber das Stadion unversehrt verlassen. Aber nicht ohne Ihnen noch das Grande Finale zu präsentieren. Ein Kleinlaster wäre beinah noch den Abhang runter geschoben worden und zwei Dixiklos fanden sich kopfüber im Wald wieder. Sonst passierte aber nichts mehr in der dritten Halbzeit, ausser eine Bewachung von Pecs Auto durch umstehende Düsseldorfer.
Norbert <