Norbert regt sich auf vom 20.10.

 

über

180 Minuten, 5-1

Vorwort

Two in one. Erst Falko über das Heimspiel der Ersten, dann Norbert über das Auswärtsspiel der Zweiten...

Vier Tor` vier Tor`, Bounoua schiesst vier Tor`!

Watt für ein (Tor)-Rausch! Aber der Reihe nach... 16.30 Feierabend. 17.00 Fanladen. Mal wieder zu spät, um beim Transpi noch entscheidend zu helfen. Das Transpi „R(A)us aus den Regionalligen“ soll nun immer gegen Amateur-Mannschaften der Profi-Clubs verwendet werden. Man stelle sich mal vor, solche Mannschaften machten Platz für Fortuna Düsseldorf oder meinetwegen Altona 93 . Was wär das für ne Regionalliga. Immerhin müssten 5 Plätze neu besetzt werden. Kurz Übersteiger gekauft (und immer noch nicht gelesen, Huhu Maik!), und dann mit Pauline im Kickern alles abgezockt, was da war, bis keine Gegner mehr vorhanden waren. Wenigstens durfte ich das Transpi tragen und mir so eine V.I.P.-Arbeitskarte verdienen. Boaaah, watt wichtig (Ich sach nur „Hoppla, jetzt komm ich“).

Im Stadion dann einen Schreck bekommen. 1 Glühwein-Stand nur, wo es auch Kuchen gibt, und schööne Schlangen. Nein, auf Allohol konnte ich da doch erstmal gut verzichten. Danke nochmal an Pieper, der sich dann für mich in die Schlange stellte. So sind sie, die Passanten, immer hilfsbereit. Dann noch eben die Zeit vertreiben und mit unserem Capo die Schwenkfahnen aufziehen. Warum soll ich euch an unserem furchtbar seriösen Dialog nicht teilhaben lassen? Es bringt mir immer wieder Spass, mit ihr eine Schwenkfahne vorzubereiten.

„Du, ich fahr jetzt mal das Rohr aus“. „Das muss aber ganz fest sein, sonst rutscht das wieder zusammen.“ So, jetzt kannst du es drüberziehen.“ „He, das ist hier an einem Stück aufgeplatzt.“ „Tja, nun ist es ganz drübergezogen, und es ist immer noch ein ganzes Stück übrig.“ „Jetzt leg das Rohr bis zum Einsatz bitte an die Seite, damit keiner drüber stolpert“.*g*

Irgendwie schienen wir alle ein wenig ausm (Zeit-)Tritt gekommen zu sein. Mannschaftsaufstellung, Herz von St.Pauli, alles ein wenig spät dran, so dass selbst der erste Gongschlag mehr Verwunderung als Jubel auslöste. Transpi daher auf die zweite Halbzeit verschoben. Das Spiel ging gut los, Kölner Pfostentreffer nach 1 Minute, auf der Gegenseite nutzte Agu nach bösem Abwehschnitzer seine Chance leider nicht. Danach beruhigte sich das Spiel mit leichten Vorteilen für die Kölner

. 1:0 Bounoua => Erlöst wurden wir durch das geniale 1:0 durch Bounoua in der 26. Minute. Meine Gedanken direkt nach dem Schuss: Wenn der Ball so noch ein paar Zehntel Sekunden weiterfliegt, wird’s ein Tor des Monats (aus Block 1 konnte man gut die Flugbahn bewundern). Das tat diese komische Stück Leder dann auch. Hurra! Kurz vor der Pause versemmelte dann noch Andi Mayer die Riesenchance zum 2:0. Was ist bloß mit dem Jungen (Alten) los? Gerber hat recht, einige bräuchten mal 1-2 Spiele eine Pause. Aber wie Mayer es sagte: Ich hab nicht getroffen, schliesslich war heute Bounoua.-Tag. Und der folgte in Vollendung zur Halbzeit Zwei...

2:0 Bounoua => Glasklarer Elfmeter (Anmerkung des Onlinestellers: Genau!). Ball vorbei, Torwart reisst Musci um. Ganz egal, ob er da nun noch rangekommen wär. Bounoua schiebt unhaltbar ins rechte untere Eck.

3:0 Bounoua => Wo ist das Fussball-Lehrbuch? Bitte um eine Seite ergänzen! Wie geil war bitte der Pass von Musci??? Mit einer Aktion war die ganze Abwehrseite aufgerissen. Was ist der Junge wert, wenn er mal nicht im Abseits steht? Gunesch flitzt noch ein wenig zur Grundlinie, scharfer Pass nach innen, und Bounoua braucht ihn nur über die Linie zu drücken.

4:0 Bounoua => „Ach, wenn mir alles gelingt, warum probier ichs dann nicht nochmal?“ So einfach ist Fussball (wenn man nicht richtig angegriffen wird). Die Ehrfurcht vor Bounoua war den Abwehrspielern der Kölner regelrecht ins Gesicht geschrieben. Macht nix, trotzdem ein sehr schönes Tor. Den Torwart schön ausgeguckt (wobei ich denke, das dem auch die Sicht versperrt war), und schön ins rechte untere Eck geschlenzt. Fussball-Auge, watt willste mehr?

Im Anschluss (bzw. während der zweiten Halbzeit) wurde alles an Songs rausgekramt, was braun-weisse Glücksgefühle ausdrücken kann („Anner Eck steiht n Jung..“., „Freude schöner Fussballzauber“, „Auf der Reeperbahn“, „Tanze Samba mit mir!“). Und natürlich „Ein Tor ein Tor, Bounoua, Bounoua, Bounoua schiess ein Tor!“. Stimmung war in der ersten Halbzeit durchschnittlich, durch den Spielverlauf der zweiten Halbzeit allerdings ganz hervorragend, jedenfalls was Block 1 betrifft.

Nach dem Spiel nur kurz einen Whopper bei Burger King. Auch wenn ich glücksseelig war: ich musste wie Franz Beckenbauer mit meinen Gefühlen allein sein. Deshalb ab nach Hause und erstmal Live-Ticker im Forum nachlesen. Schliesslich ist das Internet wichtiger als das wahre Leben. Wer will schon mit Passanten saufen, tanzen, feiern? (P.S.: Nächstes Mal komme ich auch mit, ich versprechs!). (Anmerkung des Onlinestellers: Tja, ich hätte dir sonst Platz neben mir am Mülleimer gelassen. Schade um die schöne Currywurst)

Grüsse

Der Schönste unter der Sonne

Und ab nach Flensburg...

Es war ein Spiel gegen den BVB als ich vollkommen unschuldig in den Fanladen marschierte und von einem Fanladenmenschen mit den Worten "Du kannst mich doch nicht alleine lassen" überredet wurde nach Flensburg zu fahren. Tja gesagt getan und so traf man sich am Sonntag Mittag am Clubheim um nach Flensburg zu fahren. Zwar hatte Elvis zwischendurch noch versucht Nebelkerzen zu streuen (“Der Bus fährt ab Fanladen“), aber letzendlich fand ich mich dann doch am Clubheim ein. Never trust a dead man's Wegbeschreibungen ;-)

Natürlich war ich zu früh und wunderte mich, dass all die sonst zu-früh-Kommer noch nicht da waren. Aber falsch gedacht, hatten sich die Chaotiker nur in den AFM Container geflüchtet, wo die nette Bedienung schon Getränke ausschenkte und selbst meine Bestellung von drei Bier ernstnehmen wollte. Irgendwann trudelte auch die restliche Besatzung ein und nachdem auch A. und F. (wie üblich zu spät ;-)) da waren, konnte es los gehen. So machten sich also ca. fünf bis sieben Kapeiken, vier bis sechs Passanten, aber definitiv zwei 42er auf den Weg nach Flensburg. Die Schätzungen beruhen auf Zählungen von Orsen auf der Rückfahrt ;-). Die Hinfahrt verlief sehr ruhig. Aber auch nur von der Musik her, da nur der Förderhund daran gedacht hatte Musik mitzubringen. So mussten wir –notgedrungen- Musik von irgendwelchen AFC Fans zweimal hören. Tja irgendwann hatte ich dann Premiere, da ich zum ersten mal in meinem Leben der Erste war, der eine Pinkelpause forderte. Natürlich nur Gegenleistung, so dass ich mich verpflichten musste Musik zu besorgen. Jedoch: Obwohl wir auch die grössten Hits von Heino genommen hätten, keine Chance! Auf der gesamten Raststätte fand sich nicht ein Tonträger. So musste auch der Rest der Fahrt mit NDR 2 verbracht werden, was jedoch zu keinen schwereren Schäden geführt hat. In Flensburg verliesen wir uns dann mangels Strassenname (denn eigentlich war ein Navigationssystem an Bord) auf die Ortskenntnis von Hossa und wie er versprach sind wir nicht einmal falsch abgebogen. Über die kleine Ehrenschleife (Zitat: „Waren wir hier nicht schonmal?“ „Ja, aber von der anderen Seite“) und die brutale Befragung von unschuldigen Passanten decken wir jetzt mal den Mantel des Schweigens.

Am Platz war noch gar nix los und so bewegte sich die Mobvorhut Richtung Klubheim, aber nicht ohne die ganzen anderen Mitfahrer (so langsam gehen einen die Beschreibungen aus, da auch so unschuldige Begriffe wie „Kapeiken“ bei St. Pauli besetzt sind...) ums Stadion zu geleiten. Der ExKarogevierteilte wollte die von mir angebotene Elferwette nicht annehmen. Dabei hätte ich locker 2 von 3 Elfern gegen ihn verwandelt! Angsthase! (um ehrlich zu sein: Ich habe beim Elferschiessen nicht mal Piepers Qualitäten ;-)) Gut, so ging man also direkt ins Klubheim, wo die Bedienung bis ca. 13:45 den Worten ihrer Kollegin glaubte. Spielen wir dies doch mal hypothetisch durch. Zwei Bedienungen eines Dorfklubheimes, nennen wir sie mal Uschi und Gaby. Uschi sagt zu Gaby irgendwann, dass sie auf Urlaub geht und sie die Urlaubsvertretung beim Spiel gegen St. Pauli machen soll. Gaby sagt: „Okay, kein Problem, aber ich bin dann doch alleine hinterm Tresen“. Sagt Uschi: „Kein Problem, da kommen immer die zehn vom Stammtisch und sonst kommt vor dem Spiel keiner. Und nach dem Spiel hilft dir Klaus.“ Tja, Pech gehabt...

Die Lösung des Problemes war ein absolutes Gottvertrauen in die anrückende Horde, die hoffentlich keiner missbraucht hat. Denn unsere Bedienung zapfte erstmal ordentlich und gab die Bier raus, ohne abzukassieren. Ich glaube nicht, dass sie sich irgendwo Striche machte, so dass man wirklich hätte bescheissen können, was aber hoffentlich keiner getan hat. Erst als H. von den Chaotickern die Bedienung darauf aufmerksam machte, dass dort draussen der nächste durstige Mob lauerte (USP kam um die Ecke...), holte die gute Frau Hilfe und ab jetzt wurde „normal“ bedient. So genoss man in trauter Runde ein gut gezapftes Flens, vertrieb sich die Zeit damit, irgendwelchen Leuten das Rauchen madig zu machen und ging entspannt dem Spiel entgegen. Nur USP konnte schon wieder nicht stillsitzen und spielte Fussball. Zur Unterscheidung hatte sich die eine Mannschaft Schals um den Arm gebunden. War sozusagen Handgelenkschals gegen Ultras ;-). Irgendwann trieb uns dann der Hunger auf HotDogs rein und ehrlich gesagt hätte man genau hier die Fahrt beenden können. Alleine der echt leckere Brathotdog war die Reise wert. Runtergespült mit Schuss mit Punsch (so war das Mischungsverhältnis) und leicht angeheitert ging es Richtung Tribüne. Tja eine illegale Tat pro Tag muss sein und so nutzte man einen Tribünensturm von USP dafür an der vollkommen verdutzten Ordnerin vorbei die Sitzplätze zu stürmen.

Das Spiel begann, der Support war gut und eigentlich fand sich auch immer irgend jemand, der Bier holte. Der guten Stimmung tat auch das 1-0 für Flensburg kein Abbruch. Irgendwann sollte ich dann Orsen ein Bier mitbringen und gerade als ich mit dem Bier unterm Arm auf dem Rückweg war, da schlug mein Begleiter doch vor Wechselgesänge von der anderen Seite anzustimmen. Gut, ein Versuch war es wert und Alkohol macht ja auch unternehmenslustig und so wagten wir uns in Feindesland. Als wir auf Höhe des Flensburger Tores waren, fiel der - verdiente - Ausgleich. Ich muss sagen, ein hochinteressantes Erlebnis einen Block in einem vollkommen leeren und ruhigen Stadion jubeln zu sehen.

Noch kurz im Vorbeigehen machte mein Begleiter dem Flensburger Block deutlich, was politische Korrektness bedeutet. Ehrlich gesagt: Vollkommen zu Recht, denn „du schwarze Sau“ zu brüllen, wenn gerade ein dunkelhäutiger Spieler am Ball ist, ist auch daneben, wenn man den Schiri meint... Nur der Autor dieser Zeile war mehr als perplex und brauchte ca. 10 Sekunden, bis er eigentlich begriff, was sein Begleiter da eigentlich macht. Wie sagte mein Begleiter so schön danach: „Du hättest mich doch verteidigt, oder?“ gespickt mit einem kleinen Lächeln um die Lippen. Warum hatten wir eigentlich die schöne Runde ums Stadion gemacht? Ach ja! Wechselgesänge! Hat natürlich absolut nicht geklappt, da alle USPler das Handy aus hatten und auf Winken und brüllen nicht reagierten...

So begab man sich zurück und als ich Orsen sein Bier geben wollte, klärte mich die Freibeuterin auf, dass er gerade Bier holen gegangen sei. Als er zurück kam, meinte er nur: „Ich war am verdursten.“ Das Bier bekam somit eine mir nicht mal namentlich bekannte Dame, da ich ehrlich genug hatte

Halbzeit. Und es entspannte sich folgender Dialog: „Das Piercing tat eine Woche weh.“ „Willst du dich noch tätowieren lassen?“ „Ich trau mich nicht“ „Ich kann dich –ehrlich gesagt- nicht wirklich ermuntern. Denn ES TUT WEH“.

Zweite Halbzeit? Ja, gab es auch noch, aber so wirklich erinnernswertes kann ich nicht erinnern.

Schlusspfiff und so langsam war wohl allen Gästen tierisch kalt. Da unser Bus noch die Pressekonferenz abwarten musste, ging es wieder ins Klubheim zum aufwärmen. Wobei: Ist Bier die richtige Flüssigkeit um sich aufzuwärmen? Scheint ja geholfen zu haben, denn Aussagen wie „ich spür meine Füsse wieder“ zeigten Fortschritte in diesem Punkt. Irgendwann beschlossen Orsen und ich zu gehen, aber irgendwie wollte sich uns keiner anschliessen. So gingen wir alleine zum Bus und kamen auch pünktlich an. Wobei wir ziemlich die einzigen waren, hatten doch einige die Wärme des Klubheimes etwas ausgiebig genossen. Tja, ca. jeder von denen wurde mit „Ihr seid zu spät“ begrüsst.

So machte man sich dann wieder auf den Weg zu seinen Liebsten und die Rückfahrt verging bei netter Unterhaltung (Sonntagsbundesliga), netter Bierbedienung und netter Umgebung wie im Fluge. Kurz vor Acht hatte uns das Klubheim wieder und mit einem kurzen Döner machte ich mich auf den Heimweg.

Der obligatorische Dank gilt diesmal der Freibeuterin, dem Elvis, dem Hasso und dem Orsen und allen anderen Mitfahrern. Hat Spass gemacht. Wie geht es nach Husum? Da muss ich beruflich nämlich hin.

Und ein Geständnis ist am Ende noch abzulegen: Ich bin schwarz nach Hause gefahren. Dass ich keine Fahrkarte hatte, ist mir aber auch erst eingefallen, als ich bei meiner Liebsten vor der Tür stand und „Oh Lübecker, ihr seid uns weit unterlegen...“ vor mich hinsang.

... und dann war da noch...

Die neue Presse zum Köln Spiel, die sowohl Gazettamässig, wie auch Übersteigermässig gelungen ist. Die Gazetta war mir zwar etwas zu Lokalrivalenlastig (eat my words, sind meine Döntjes auch...) und beim Übersteiger fand ich ein zwei Artikel nicht so lesenswert (oder interessieren mich einfach einige Themen nicht mehr?), aber insgesamt beides sehr gelungen. Insbesondere möchte ich TACS für die schwere Erbschaftsübernahme loben, sehr gelungen. So langsam entwickelt sich aus meiner Sicht auch die „offizielle“ Stadionzeitung in die richtige Richtung.

Alex Meier, der ja aufgrund der sportlichen Perspektiven zum Lokalrivalen gewechselt ist. Tja, bei der Bewertung der bisherigen Saisonleistung der Lokalrivalenspieler durch das Abendblatt bekam er eigentlich die beste Bewertung, nämlich den lapidaren Satz „ist nicht zu bewerten“.

nochmal der Lokalrivale, der zum einen mal wieder bewiesen hat, dass Moral im Fussball anscheinend nix mehr zu suchen hat, nein, er hat auch bewiesen, dass in Hamburg anscheinend zwei Vereine nicht mit Geld umgehen können. Leider ist der andere unserer. Denn: Wie die das alles zahlen, ist - glaub ich - nicht nur mir vollkommen schleierhaft. Denn Toppi wird einen solchen Vertrag auch nur unterschreiben, wenn er ein entsprechendes Gehalt kassiert. Und die Abfindungen für einen Trainer und drei Cotrainer sind auch nicht zu verachten. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass der Lokalrivale die Lizenz verweigert bekommt, wenn er - entgegen der Lizenzauflagen- wieder Verluste macht? Genau 0 %

Einer der wichtigsten Hamburger Arbeitgeber, welcher nun doch in „hamburgischer“ Hand bleibt. Was einen zwischenzeitlich schon wieder verzweifeln lies, war der Fakt, dass die Gründerfamilie Claussen kurz vor der Einigung laut Abendblatt beinah noch ausgestiegen wäre. Grund war eine angebliche Geldgeilheit von Familienmitgliedern. Was einem mal wieder zeigt, dass wahrscheinlich nicht die Unternehmer das schlimme sind, sondern deren Nachkommen. Bleibt nur zu hoffen, dass es Beiersdorf nicht so geht wie Reemtsma, die von Tschibo letztens verkauft wurden.

Unser Verein - und jetzt sind wir bei einem Thema, was ich einfach nicht mehr schreiben oder lesen kann -, welcher mal wieder pleite ist. Ich begreif es einfach nicht mehr und ich will es ehrlich gesagt auch nicht mehr begreifen. Wir haben mit Abstand den höchsten Zuschauerschnitt in der dritten Liga und wären selbst in der zweiten Liga oben dabei. Wir haben einen Hauptsponsor, welcher dem Vernehmen nach doch ne Mark fünfzig zahlt (im Vergleich zu anderen Vereinen) und trotzdem schaffen wir es nicht den Etat der laufenden Saison vernünftig zu finanzieren? Warum? Das geht soweit, dass die Blöd das erreichen der nächsten Pokalrunde für Überlebensnotwendig hält. Mag dies übertrieben sein, aber so wirklich begreifen tue ich nicht mehr, wo das Geld eigentlich bleibt. Mein Vertrauen in das Präsidium und auch in die Kontrollorgane des Vereines ist - ehrlich gesagt- erschüttert. Und mal wieder die alte Frage: Wie machen das all diese Vereine, die zweite Liga seit Jahren ohne Zuschauer spielen. Namentlich sei hier nur Rot-Weiss Oberhausen genannt.

Warner Musik, die von Berlin heftigst umworben werden. Wenn ihr mich fragt, warum ich Berlin hasse, dann sind es solche Geschichten. Berlin darf Unternehmen Subventionen zahlen, da es im Gegensatz zu Hamburg als „strukturschwach“ gilt. Diese Subventionen zahlt Berlin jedoch nicht aus eigenem Geld, denn dieses haben die nicht. Nein, das zahlen fröhlich wir, denn Berlin bekommt Hofeln vom Bund und den anderen Ländern um seinen Haushalt wieder gerade zu biegen. Populistisch vereinfacht gesagt: Wir subventionieren uns mit unserem eigenen Geld unsere Arbeitsplätze nach Berlin. Kann mir jemand grösseren Schwachsinn zeigen?

Dosenpfand oder wie heuchlerisch kann und darf eigentlich Politik sein? Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich finde das Dosenpfand immer noch eine sehr gute Idee und fand die Einführung extrem überfällig. Ich muss aber gestehen, dass ich auch früher eher ein Flaschenbiertrinker war. Nur was unsere christliche Partei da an Heuchelei veranstaltet ist einfach peinlich. Das Gesetz stammt aus ihrer Regierungszeit und sie blockieren jetzt eine Vereinfachung. Insofern kann man sich nicht hinstellen und den Rücktritt von Trittin fordern, wenn dieser nur die Scheisse ausbaden muss, welche die CDU ihm eingebrockt hat. Anderseits hat die CDU ja Recht, denn anscheinend gewinnt man in Deutschland mit solchen offensichtlichen Lüge