Norbert regt sich auf vom 17.11.
über
Zahnarzt betäubt Frau mit Pornos
Guten Abend liebe Leser, nachdem ich eben den ersten Versuch diesen Bericht zu beginnen trocken gelöscht habe, fang ich nochmal von vorne an. Trotz dieses Missgeschickes und trotz des Spieles ist heute wieder ein Tag, der mir eines klar macht: "Ich weiss warum ich hier sitze" ( Danke T. für diesen Satz ;-).
Doch - und für diesen Satz nehme ich das Copyright in Anspruch- fangen wir vorne an. Morgens um sechs trafen sich 150 Menschen um nach Krefeld mit Fanladentours zu fahren. Darunter auch zwei Mitglieder des besten, grossartigsten, intelligentesten, schönsten und tollsten Fanclub des FC St. Pauli (ja, auch wir können auf die Kacke hauen ;-)). Nannten uns Spötter früher einen zwei Mann Fanclub, so müsste man uns heute einen ein Mann und ein Mann Fanclub nennen, hatte sich doch neben dem Autor dieser Zeilen unser 1860 Import auf dem Weg gemacht. (Nebenbei: Das Fragezeichen als uns dein Auto überholte, habe ich erst später verbalisieren können ;-)). Tja unser Bus kam und Hollywood fasste zusammen, was uns erwarten würde, als er meinte, dass uns Schlimmes wieder fahren würde. Richtig, denn so richtig Prall waren die Busfahrer nicht. Das Klo war angeblich kaputt und auch sonst war der Umgangston eher nervig.
Das erste Bier wurde geöffnet und man fuhr ruhig in den Morgen. Schädel wollte glücklicherweise nur die Intergalaktischen zum Trampen auf jeder Auswärtsfahrt verdammen und vergass uns völlig.
Durch die kaputte Toilette zu vielen Pausen gezwungen, hatten wir uns schon damit abgefunden, dass wir erst die zweite Halbzeit sehen würden, aber durch ein Loch im Raum Zeit Kontinuum waren wir dann doch kurz vor 12 in Krefeld. Dies aber auch, weil die letzte Pinkelpause von hinten erst gefordert wurde, als wir direkt unter den Flutlichtern waren. Noch eine kurze Ehrenrunde gedreht, die Ortskenntnis des Capos genutzt und eine Kneipe gefunden.
Szene "Cafe Trabant" vier Typen im Blaumann spielen Dart. An den Wänden hängen Trabbi Fotos. Es ist ruhig, als eine Horde bunter, lauter Typen reinkommt und was von "Tötet den Grotifant" und "Fuckin Uerdingen" und "Vier Wochen ohne Alkohol sind lang" singen. Na gut belohnt wird der Laden mit einem kleinen Zusatzumsatz. Nebenbei Bier 1.30 Euro. Das sind doch nette Preise. Schön auch die zwei Freunde eines Vereines aus Trittau, welche feststellten, dass sie mit der dritten Mannschaft achtzehn Punkte aus vierzehn Spielen geholt haben. Die Feststellung, dass dies ja zwei aus jedem Spiel seien, brachte dann beide zum lachen. Hier und ungefähr nach dem Wechselgesang zwischen Tresen und Tischen (wer sagt, dass man im Sitzen keine Stimmung machen kann?) entstand auch der Anfangs zitierte Satz mit dem "sitzen". Ich kann Spaddel nur zustimmen "Ein Traum". Irgendwann zog es mich aus unerklärlichen Gründen zum Stadion. Da es jedoch viel zu früh war, machte ich mich alleine mit der Schwenkfahnentasche auf den Weg. Vor dem Stadion konnten dann die auswärtigen Hardcorefans und den autogefahrenen TAL begrüssen. Dieser konnte dann auch das Rätsel des Beetles lösen. ;-)
Die Grotenburgkampfbahn. Perle der deutschen Stadien. Zwei null acht fünfzehn Tribünen und zwei unüberdachte Stehtribünen. Insbesondere die Gästetribüne ist eine echte Perle. Lange Kurve, unüberdacht und viel zu viel Platz für den mitgereisten Mob, der zu einem ziemlich kleinen Haufen wurde. Geil auch das Entertainment und die Verlosung. Wird in anderen Stadien ein Essen mit Spielern verlost, so wird in Krefeld ein Essen mit Prof. Harke verlost. Fragt jetzt bitte nicht, wer das ist, ich weiss es nicht.
Nochmal umdrehen, immer noch keiner da. Gut, Schwenkfahnen aufziehen und irgendwie bekam ich im Lotto der Schwenkfahnenstangen die kürzeste, da die abgebrochen war. Gut, so musste ich ungefähr allen umstehenden die Frisur ruinieren und mir die Schultermuskelatur. Schwenkfahnen waren dann auch das ganze Intro. Auch auf Krefelder Seite ging nicht gerade der Punk ab. Wie auch bei insgesamt etwas über 4.500 Zuschauern in diesem riesigen Stadion? Zur 2. Halbzeit gab es noch ein kleines Tapeteninferno von USP, welches aufgrund der vorher gezeigten Stimmung durch ungewollte Selbstironie glänzte. Stand da doch was von „Heimspiel in Krefeld“. Unser Ärger mit dem Raum-Zeit Kontinuum ging nebenbei weiter. Wurde das Spiel doch laut Stadionuhr ca. fünf Minuten zu früh angepfiffen, obwohl die Zeitungen heute von einem späteren Anpfiff aufgrund des grossen Andranges berichten zu wussten.
Stimmung? Welche Stimmung? USP versuchte ein bißchen was und ein zwei Wechselgesänge zwischen Tribüne und Stehrängen; aber sonst ging nicht viel. Es ist traurig, dass wir es nicht hinbekommen einen vernünftigen Stimmungsblock zu bilden. Ich habe ja wenig Probleme damit, wenn sich jemand auf die Sitzplätze stellen will, auch wenn es nicht wirklich meine Welt ist, aber insgesamt verteilten sich die Hamburger und Allesfahrer (die nunmal die Stimmung tragen) in fünf grössere Gruppen (zwei auf den Stehrängen, drei auf den Sitzen) und unzählige Grüppchen, die einfach auch zu weit auseinander standen um wirklich Druck in die Anfeuerung zu bringen. Tja, eine Mischung aus persönliche Bequemlichkeit, Abneigung untereinander und Trägheit verhindert ein zusammenstehen auf Steh- und Sitzplätzen.
Zum Spiel: Ich habe langsam keine Lust mehr auf Fussball. Es ist wirklich zum kotzen. 13 Minuten (45 bis 58) wird Fussball gespielt, da ist die Mannschaft hochüberlegen, hat Chance auf Chance und schiesst auch ein Tor, aber vor der Halbzeit und nach dem Ausgleich wird Schlafwagenfussball pur gespielt. Gruszka wurde seinem Heldenstatus nun wirklich nicht gerecht, denn einmal spielte er 90 Minuten Murks, um dann auch noch für dusseliges Meckern vom Platz zu fliegen. Na grossartig. Ich muss auch mal Gerber kritisieren. Wir haben absolut keine Stammannschaft, was natürlich auch an Verletzungen liegt. Aber die Spieler haben auch keinen Stammplatz. Mal spielt Nacimento rechts, dann wieder links, dann mal wieder defensiv im Mittelfend und so weiter. So kann man sich nicht einspielen und so kann auch keine Routine aufkommen. Auch wirkte die Mannschaft von der ersten Minute unmotiviert und hatte keinen Glauben an die eigene Stärke. Vielleicht sollte Gerber mal aufhören immer öffentlich zu erzählen wie schlecht seine Mannschaft ist (damit will er ja nur sich selbst aus der Schusslinie nehmen, schadet aber der Mannschaft), sondern endlich sein angebliches psychologisches Geschick nutzen und die Mannschaft stark reden, auch wenn sie Verletzungen hat.
Auch versteh ich nicht, wie man sich direkt nach dem Ausgleich so zurückziehen kann. Warum wird in dieser Situation in der der Gegner verunsichert sein muss, nicht weiter Druck gemacht?
Interessant ist, dass wir die gesamte Saison noch nicht ein Spiel gedreht haben, in dem wir 1-0 zurücklagen. Ich hatte Moritz von der Aktion Süd nach dem 1-0 bereits angeboten zu wetten. Es ist anscheinend nicht die Kraft und Moral in der Mannschaft vorhanden auch mal ein Spiel zu drehen. Auch dies spricht nicht für die Motivationskünste des Trainers. Ebenso spricht dagegen, dass sich die Mannschaft nicht weiterentwickelt. Komisch auch, dass die Mannschaft eigentlich Spiel auf Spiel verliert, seitdem sie angeblich eingespielt sein soll. Ich verstehe ja, dass die Mannschaft Spiele wie das Spiel gegen Dresden noch aus der Hand gibt, wenn sie erst ein paar Wochen zusammenspielt. Gerber hat ja gesagt, ab Oktober hätten wir die ganze Leistungsstärke. Seitdem haben wir nicht gerade viele Spiele gewonnen. Und sorry, es kann eigentlich nicht an Überlastung der Spieler liegen, denn nur am Anfang hatten wir immer englische Wochen. Und insbesondere seitdem wir diese nicht mehr haben, geht nix mehr.
Natürlich ist das ganze Gelaber um „Wir sind pleite“ und „Spieler müssen verkauft werden“ nicht gerade Leistungssteigernd. Ehrlich gesagt lähmt mich das auch ein bißchen. Denn das Schicksal dieses Vereines liegt nicht mehr in den Händen der Spieler und entscheidet sich nicht mehr auf dem Platz. Nein, es wird durch irgendwelche finanziellen Buchungen und Präsidien entschieden. Dies ist auch einer der Gründe, warum mein Jubel beim Ausgleich sehr verhalten ausfiel. Ganz davon ab, dass ich zur Zeit schlichtweg Fussballmüde bin. Zweieinhalb Jahre Enttäuschung hinterlassen auch bei mir Spuren.
Auch - und hier möchte ich meinen Capo widersprechen - wenn ich nicht glaube, dass ein weiterer Abstiegskampf negative Auswirkung auf die Fanszene haben wird. Spottend möchte ich sagen: Noch schlimmer geht nicht. Und das obwohl man eigentlich doch immer wieder viele nette Leute on Tour trifft.
Theoretisch hatte ich auf der Rückfahrt zwei Plätze für mich alleine, da meine Nachbarin beschloss sich einen Abend in Düsseldorf zu gönnen und sich heute freundlicherweise auch noch bereit erklärte, einen Bericht über Fortuna - Bonn zu schreiben (so, jetzt habe ich sie unter Druck gesetzt ;-)) aber erst hatte ich Besuch vom Fanclubssprecherrat (mhmm... wenn du immer solche Brötchen mitbringst, kannst du nochmal vorbei kommen :-)) und dann hatten irgendwelche jungen kurzhaarigen Herren zum Capokuscheln aufgerufen und haben meinen Platz besetzt. Gut, so setzte ich mich zu T. lauschte begeistert seinem Madnesskonzertberichten (passend zu dem Video, welches lief) und fing an diesen Bericht zu schreiben (der in alter Tradition mal wieder an mehreren Tagen entstanden ist). Später jedoch wanderte ich noch ein bißchen durch den Bus und konnte Weissheiten wie „Männer sind zum ficken und ärgern da“ lauschen. Die Autorin dieser Aussage bleibt hier jetzt geheim, auch wenn die Urheberschaft zur Situationskomik beigetragen hat. Kurz vor HH wurde es noch mal etwas unangenehm, als eine kleine Ärgerszene sich entwickelte, die jedoch die Mutter der Nation in ihrer entspannten und sympathischen Art schnell entschärfte.
Kurz noch im Miller mit Tot geärgert,die soziale Bezugsgruppe (Grupo Ausserfussball) gesehen und ab nach Hause, schlafen.
Die Amateure heute brachten nicht viel berichtenswertes zustande. 1-1 in einem nicht gerade tollen Spiel, welches insbesondere dadurch begeisterte, dass eigentlich nie drei Bälle flach zum eigenen Mann gespielt wurden. Einzige Anekdote war, dass der Schiri eine gelb-rote Karte dadurch anzeigte, dass er einem Spieler gleichzeitig die Gelbe und die Rote Karte unter die Nase hielt. Sah mehr danach aus, dass er einem Rot und dem anderen Gelb gab. Sonst hatte Pinneberg zwei Fans und eine Trommel mitgebracht. Die Würstchen waren gut und auf das Bauernfrühstück im Klubheim des SV Polizei muss ich irgendwann noch mal zurückkommen.
Nachtrag: Das Spieler nach einem Spiel zu einer Werbeveranstaltung des Präsidenten und seines Theaters „eilen“ (so die MoPo) finde ich irgendwie nicht passend. Klar, kein Problem, Werbeveranstaltungen immer gerne, auch unentgeltlich, immerhin arbeitet Littmann auch ehrenamtlich. Aber aus meiner Sicht darf der sportliche Bereich darunter überhaupt nicht leiden. Und das Gefühl drängt sich bei mir bei einem „eilen“ auf.
Gut, wir haben mal wieder kein Geld. Die Frage ist nur warum. Die Retteraktion hat deutlich mehr als die „geforderten“ 2 Millionen gebracht, so dass ich nicht begreifen kann, warum angeblich immer noch alte Belastungen ein Problem sein sollen. Aber auch in der neuen Saison geistern Löcher von über 400.000 Euro durch die Presse. Ich kann nur einfach nicht verstehen, wie es dazu kommt. Fakt ist: Die Hütte ist voll. Fakt ist auch, wir haben einige ziemlich gute Sponsoren. Und trotzdem kommen wir nicht auf einen grünen Zweig.
Betrachten wir doch mal einige Posten. Da sind die Dauerkarten, die nicht in die Summe der Rettungsgelder mit eingerechnet wurden und somit für den „neuen“ Etat zur Verfügung stehen. Diese sollten ca. eine Mio gebracht haben, dies sind zumindest die Zahlen, die durch die Presse geistern. Hinzu kommen angeblich 55.000 Euro pro Spiel aus dem Verkauf von Einzelkarten. Macht bei 17 Heimspielen nochmal ca. 800.000 Euro. Da ist ein Hauptsponsor, der 600.000 zahlt (angeblich), wovon unserem Verein die Hälfte zufliesst (Rest ist ja immer noch für die Abzahlung des Stadionmodells von Weisener), sprich 300.000. Alleine dies macht schon über 2 Millionen Euro. Sprich: Eigentlich genug um den Etat zu tragen. Okay, jetzt sind die Zahlen grob geschätzt und auch aus der Hamburger Presse entnommen, aber auf der Einnahmenseite sollten wir eigentlich ganz gut dastehen. Denn so Posten wie Fanartikelverkauf, Fernsehgelder, Bierausschank, Pokaleinnahmen etc. habe ich ja nunmal mit 0 angesetzt.
Einen Posten in der Aufstellung trotzdem etwas unglaubwürdig. 55.000 Euro aus Einzelkarten? Finde ich verdammt viel im Vergleich dazu, dass angeblich 19.000 Zuschauer gegen Lübeck insgesamt nur 190.000 Euro gebracht haben. Ich kann mir das nur damit erklären, dass die zusätzlichen nicht durch eine Dauerkarte gebundenen Zuschauer im Verhältnis mehr Sitzplatzkarten kaufen.
Kommen wir also zu dem Problem unseres Vereines: Wir geben zuviel Geld aus! Klar, da ist das Stadion, was Renovierungen braucht und in diesem Zusammenhang immer wieder genannt wird, aber mal ehrlich: Auch ein neues Stadion würde nicht viel weniger kosten, sondern eher mehr. Denn in einem neuen Stadion würden die Renovierungskosten durch den Schuldendienst für die Hypothekenkredite abgelöst werden und die Änderungen durch Sicherheitsbestimmungen des DFB treffen auch ein neues Stadion. Man siehe hier nur das Beispiel Parkstadion, welches vor zwei Jahren noch Erstligatauglich war um nun nichteinmal mehr den Ansprüchen der dritten Liga zu genügen.
Wo bleibt sonst das Geld? Ein kluger Mensch vermutete am Samstag, dass in dem vor der Saison genannten Etat Gehälter für Gibbs und Nacimento nicht eingeplant waren, da man diese beiden Spieler verkaufen wollte. Und diese beiden Spieler verdienen doch deutlich am meisten, da sie die einzigen sind, die noch zu Zweitligagehältern auflaufen. Spekulationen in der Hamburger Presse sprachen ja von ca. der Hälfte des gesamten Etats. Mag diese Zahl zu hoch gegriffen sein, so verdienen sie allemal sehr gut.
Und das obwohl nur Gibbs aus meiner Sicht Leistungen bringt, welche die Bezahlung eines absoluten Spitzenspielers rechtfertigen würde. Führungsspieler ist aber auch er nicht, da es nicht zu seinem Talent gehört andere Spieler anzutreiben und zu motivieren. Kurz: Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, beide nicht weiter zu verpflichten. Insbesondere weil die Mär von den „Geschäftsleuten“ die Nacimento bezahlen sollten, nie mit Fakten unterfüttert wurde, sondern es wahrscheinlich doch so ist, dass auch die Ablösesumme unseren Etat belastet. Aber selbst wenn die Ablösesumme „Fremdfinanziert“ ist, so bleibt doch das Gehalt und dieses ja nicht in kleinem Umfang.
Natürlich kann man jetzt wieder sagen, es handelt sich nur um eine Kampagne der Presse und teilweise haben inbesondere die Schlagzeilen der Bildzeitung auch den Charakter von Hetzschriften, aber insgesamt kommt mir eine solche Haltung zu doll dem englischen Sprichwort des „Don't kill the messenger“ nahe.
Mein Vertrauen in die Führung unseres Vereines ist zumindest nachhaltig erschüttert. Und ich gebe mich auch nicht mehr damit zufrieden, dass angeblich vieles intern erklärt wird oder dem Aufsichtsrat bekannt ist. Das Vertrauen kann aus meiner Sicht nur damit wiederhergestellt werden, dass bei der JHV wirklich echte und erläuterte Zahlen auf den Tisch kommen. Und insbesondere interessiert mich nicht das letzte Geschäftsjahr, sondern auch das laufende. Und ein nichtssagender Ausblick a la „wir werden ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen“ stellt mich persönlich nicht mehr zufrieden.
Kampagne kann man das auch nennen, was das Abendblatt in der letzten Woche brachte, als es anfing Preussker und Teile des AR namentlich zu kritisieren. Ich hasse es, wenn irgendwelche Behauptungen aufgestellt werden und z.B. gesagt wird „Preussker wird von einem Teil des Vereines vorgeworfen, er bringe zu wenig ein...“ (das ist jetzt kein wörtliches Zitat). Von welchem Teil des Vereines? Wer hat da schon wieder nicht den Mut wirklich Kritik zu äussern? Genauso wie es - zu Recht - im Forum kritisiert wird, ist es auch hier unerträglich, wenn sich Leute irgendwo hinter verstecken, anstatt offen und ehrlich ihre Meinung zu vertreten. Es zeigt wie tief unser Verein gesunken ist.
und dann war da noch...
kommen wir zu anderen unerfreulichen Themen.
z.B. den schwarzen Trikots der Nationalmannschaft. Ich werde nie verstehen, warum man sich eigentlich von allen traditionellen Farben immer lösen muss. So war doch das Grün der Nationalmannschaft doch sehr traditionell und wurde schon mit den grauen Trikots (passend zur grauen Maus Deutschland ;-)) geopfert. Nun eben schwarz. Alles damit man mehr verkaufen kann. Fussball ist Kommerz.
z.B.der Bundestagsabgeordnete Hohmann, welcher zeigte, dass in Deutschland doch ein grosser Teil der Bevölkerung ein antisemitisches Weltbild hat. Insbesondere die Reaktionen auf seine Rede zeigten dies. Wer die Leserbriefe in der Morgenpost gelesen hat, war erschüttert, wieviele Leser der MoPo (nicht gerade als rechtes Hetzblatt bekannt) Zustimmung zu dieser „Wahrheit“ bekundeten. Leider findet sich sehr viel Antisemitismus auch im linken Spektrum der Politik. Denn die Äusserungen zum Konflikt in Palestina gehen teilweise weit über eine Kritik am Staate Israel hinaus und verkommen zu platten Äusserungen gegen „die Juden“. Immerhin hat die Schill Partei die Gelegenheit auch beim Schopfe gepackt und mal wieder gezeigt, welches Geistes Kind ihre Parteioberen wirklich sind.
z.B. die Bildzeitung, die neben viel Dreck auch eine kleine ganz lustige Kolumne namens „Meine Stadt“ hat. Da dürfen mehr oder minder Prominente sagen, was ihnen an Hamburg gefällt und was nicht. Wie häufig dort unser Verein auftaucht, zeigt mir, dass wir –trotz der oben beschriebenen Einnahmenseite - es nie geschafft haben diese breiten Sympathien in allen Bevölkerungsschichten auch in Einnahmen umzusetzen. Der Lokalrivale kommt in dieser Kolumne nebenbei doch erstaunlich selten vor.