Norbert regt sich auf vom 13.12.

 

über

Wir wollen den Freischwimmertrick, Freischwimmertrick :-)

Worte vor den Worten

Die Waschmaschine läuft, Ivan bereitet Tore vor und ich bin auch wieder geduscht. Der JHV Bericht ist auch verdaut und jetzt kann ich mich endlich wieder dem Fussball widmen. Ich möchte nebenbei allen danken, die im Forum oder per Mail sich meistens positiv zu dem JHV Bericht geäussert haben. Reaktionen zeigen, dass Leute sich das Teil ernsthaft durchlesen und das rechtfertigt die Arbeit. Der offene Abend der AFM wurde von Gröni zu einem kleinen Leseabend gemacht und Schädel baute das Teil grafisch um. Leute, ihr habt alle einen Knall :-)

Wasserschlachten Beim Gesundbrunnen

Freitagabend. Man feiert die Hochzeit von Toni, betrinkt sich fröhlich und verspricht sich nach jedem Bier: Um 13 Uhr am nächsten Tag ist man am Gesundbrunnen um den Pokalkracher zwischen TUS Hamburg und dem FC St. Pauli zu sehen! Tja, gegen 11 Uhr wacht man dann am nächsten Tag auf und erinnert sich an das gegebene Versprechen. Der Kopf ist zwar schwer, das Wasser schüttet vom Himmel, aber versprochen ist versprochen.

Oddsetpokal. Wirklich mal eine Chance, Plätze, die man in Hamburg noch nicht kennt, kennenzulernen. Jedoch muss man sagen, dass der TUS Hamburg schon viele potentielle Zuschauer verschreckt hat, indem er Eintrittspreise in Höhe von 8 Euro verlangte. Sorry Jungs, aber das ist definitiv zu viel.

Gut, man überwand die schweren Eingangskontrollen, drehte sich um, merkte, dass er regnet und man eigentlich nicht die ganze Zeit draussen stehen will und begab sich dementsprechend in das Vereinsheim. Ganz grosses Heim. Ich sag mal so mit Sparclub an der Wand, klein und eng, Eingang nach Urin riechend, nett eingerichtet, eine komplett überforderte Bedienung, Kakao, der nach Kaffee roch und die „alten“ Recken am Tresen, die auch die Landesligameisterschaft 67 mitbekommen haben und da schon „Hertha zwei Bier“ gerufen haben. Kurz: genau das richtige Ambiente. Geil auch der Sparklub, welcher seine Fächer mit einer kleinen Hinweistafel ergänzt hatte, auf der u.a. auch auf den Aussrache Abend im Mai hingewiesen wird. Ja, da fehlt kein Buchstabe. Es stand da so. Das man hier beim Amateurfussball ist, zeigte auch der von Parmi berichtete Fakt, dass die Mannschaft von TUS Hamburg den Platz mit Besen und Abziehern behandelten um ihn bespielbar zu machen.

Irgendwann begab man sich mit einem kleinen Zwischenhalt am Würstchenstand Richtung Platz. Es goss immer noch und bereits jetzt war klar, dass hier heute alles standfinden würde, aber kein vernünftiges Fussballspiel. Der Platz stand zum grossen Teil unter Wasser und insbesondere unser bekanntes Flügelspiel musste deutlich leiden. Vor dem Anpfiff heizte nochmal die Stimmungsband ein, die mit zwei Keyboards richtig schlechte Stimmungslieder schmetterten. Schädel tickte dann richtig zu „Ab in den Süden“ ab und zeigte seinen berühmten Tanzstil. Kommentare wie „König von Mallorca“ machten die Runde.

Insgesamt ein netter Platz. Grand mit kleinem Stehrang auf der einen Seite und einem Graswall auf der anderen Seite. Man hatte sich auf dem Graswall postiert und da war mir schon klar, dass ich mich irgendwann aufs Maul packen werde. Viele Getränkestände und die Preise waren mehr als korrekt. Cola ein Euro, Bier 1,50. Was jedoch lustig war, dass Cola in Kaffeebechern ausgeschenkt wurde, so dass eigentlich jeder fragte, warum der Kaffee nicht dampfte.

Zum Intro gab es kleine Reggaefahnen, die jedoch nicht sehr haltbar waren. Der Vorsinger hatte ein kleines Ersatzbankhäuschen geentert und das Aux Armes wurde in alter Manier von klein Leo vorgesungen. Was ohne Megafon wirklich geil klang.

Unsere Mannschaft in der Killeraufstellung, mit Hauke Brückner im Sturm und Philipp Albrecht als linker Verteidiger. Das Spiel plätscherte so vor sich hin und die Stimmung auf den Rängen schwankte zwischen Makaber und Nass. Erst durch einen Killerpass von Philipp kam es zum 1-0. Schön herausgespielt und wirklich schon von Albrecht gemacht. Danach unsere Helden Feldüberlegen, aber auf dem Platz war nicht viel möglich. Gerade als Jens (der nebenbei für dieses Spiel aus NRW angefahren war, während es der Modefan Kappa es vorzog den Tag an Verona zu verbringen :-)) anfing lauter über Hanke zu meckern, machte dieser mit den Eiern das Tor zum 2-0. Danach passierte nicht mehr viel, da auf dem Platz eigentlich nur noch Wasserball möglich war.

Auf den Rängen tropfte man so vor sich hin, aber wirklich für das Spiel interessieren tat sich keiner mehr. Die Albi Schlampen verliefen langsam, so schon Sprüche wie „Albi Zombis“ aufkamen. Die Humba von Jens, wollte keiner wirklich mitmachen und dann kam das unvermeidliche. „Eins-Zwei-Drei Oberkörperfrei“ Als erstes irgendso ein Typ braungebrannt, muskelös, tätowiert kurz: ganz gut anzusehen. Dann ein bekannter Fanzineherausgeber, der nachtreten wollte und es ihm gleichtat, obwohl nicht ganz so gut anzusehen. „D. geht ihr ins gleiche Fitnesscenter?“ war der Ruf von hinten, der den Mob zum beben brachte. Genauso gut der Gesang der Überschrift, der bei einem Freistoss in der zweiten Halbzeit angestimmt wurde und doch wirklich einen namentlich nicht genannten Ultra zur Nachfrage veranlasste, was denn ein Freischwimmertrick sei. Ich hatte mich dann irgendwann auch in den Schlamm gelegt und so fünf Minuten vor Schluss begann man den Platz zu verlassen und sich Richtung Ausgang zu orientieren. Hauke verbrachte die letzte Minute zusammen mit seinem Gegenspieler in einer Pfütze und dann erlöste uns der Schiri vom Tropfen. Die Mannschaft sprang noch unter Gejohle der Fans in den Match und schon waren wir eine Runde weiter.

Fazit: Sicherer Sieg und wer da anfängt zu meckern, der sollte nicht vergessen, dass der Platz definitiv nicht bespielbar war und das TUS Hamburg gerade mal zwei Chancen hatte. Schöne Winterpause, liebe Mannschaft!