Norbert regt sich auf vom 25.01.
über
Scheiss Altona, oder warum man eben nur einen Verein in einer Stadt Unterstützen kann....
Ein seltener Gast in unserem Leben ist der Sinn. Hat der Psycho ihn mal zwischen Dortmund und Hamburg auf der Autobahn getroffen, so erschliesst sich der Sinn unserer Handlungen eigentlich nur selten. Ist es sinnvoll, dass man Spiele im Amateurbereich im Januar terminiert? Eigentlich ist diese Funktionärsentscheidung komplett sinnlos, aber wenn man versucht den Sinn in Entscheidungen von Funktionären zu suchen, dann merkt man eigentlich sehr schnell, dass es dieser Spezie nicht in den Sinn kommt, sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Umso sinnloser ist es den Sinn darin zu suchen, dass man sich das Ergebnis des Spieles gegen Altona nicht aus der montäglichen Zeitung zu greifen, sondern sich in den Schnee und die Kälte zu stellen. Hat darin jemand einen Sinn gesehen? Aber bevor wir nun vollkommen sinnlos werden, zeige ich euch die sinnvollen Themen für heute. Wir haben: Einen Bericht von heute, ein paar Anmerkungen zur Hamburger Politik, ein paar Anmerkungen zu den Geschehnissen in unserem Verein in letzter Zeit und ein paar Anmerkungen zu dem neuen Rassismus gegen andere Religionen in Deutschland.
Freitag abend ist man ganz entspannt beim Sport und will danach gegen jede Abnehmvernunft Smilies bereichern, als plötzlich diese Träume in der Hälfte unterbrochen worden, da die A-Klasse beschloss einen Platten zu haben. Tja, zum Mercedes Händler gebracht, dann mit einem dämlichen und arroganten Taxifahrer (Originalzitiat: Im Smart kann man sich ja nicht anschnallen, dann hat man ja einen Rucksack auf dem Rücken) nach Hause gefahren und ne Pizza gegessen. Nur leider war nun anstatt entspannt ausschlafen, früh aufstehen angesagt. Eine schnelle Heilung war leider nicht zu erreichen, so mietete ich ein Auto, da man Frida und Christian doch versprochen hatte, sie abzuholen. Und ich kann euch sagen ein Peugeot mit fünf Leuten ist kein Spaß, auch wenn der fünfte Mitfahrer der schönste Mann der Welt ist. Immerhin hatte Frida das Vergnügen sich ganz eng an den schönsten Mann der Welt kuscheln zu dürfen. In Altona angekommen, konnten wir problemlos uns zu einem Parkplatz durchschlagen, waren wir doch vollkommen inkognito mit unserem Wolfsburger Kennzeichen.
Erstaunlich ist immer wieder, wieviele Leute noch nie auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn waren. Aus meiner Sicht eines der schönsten Amateurstadien in Hamburg, welches nur so die Historie atmet. Leider befindet sich das Stadion insgesamt in einem komplett baufälligen Zustand und die alten Stehränge sind zum grossen Teil überwuchert. Aber für die paar Hundert Zuschauer, welche normalerweise dem AFC die Treue halten, reicht es noch.
Schön, dass in der kurzen Winterpause sich nix geändert hat. Rennen immer noch die gleichen Hackfressen beim Fussball rum. Und liebe 6.000 Dauerkarteninhaber, die an diesem Tag was anderes zu tun hatten, bitte huldigt die Jungs, die für so ein Spiel mal eben aus der Nähe von Münster, Oldenburg oder Bremen kommen. Vor dem Spiel also ein grosses Hallo und irgendwann postierte man sich auf der Gegengrade hinter den Trainerbänken. Aber nicht ohne vorher kurz deutlich zu machen, dass auch die Ultraszene Poppenbüttel die Winterpause vollzählig und ausgeruht überstanden hatten. Das Plakat aufhängen war schon wieder Kult schlechthin. "Ne, da dürft ihr nicht aufhängen, da überdeckt ihr die Werbung" "Aber das Plakat hängt doch auch über Werbung" "Ja, der hat aber nicht bezahlt im Gegensatz zu dem." "Aha".
Ich mag es bei Spielen neben Goofy zu stehen. Da bin ich nicht der einzige, der wie ein Rohrspatz pöbelt. Und zu pöbeln gab es genug. Der Schiri mehr als schlecht. Dazu zwei Linienrichter, die eigentlich bei jeder Situation Abseits wedelten, nur dann nicht, wenn es wirklich mal offensichtlich Abseits war. Unsere Truppe spielte ziemlich schlecht, während Altona versuchte mit Härte und teilweise übertriebener Härte unseren Mannen den Schneid abzukaufen. Nur wenn wir mal ehrlich sind: Zwei gefährliche Freistösse (davon einen an den Pfosten) und vielleicht insgesamt drei Schüsse aus dem Spiel brachte Altona zu stande. Also bevor hier wieder das rumgehupe losgeht, dass die bessere Mannschaft verloren hat, sollte man dies bedenken. Zwar hatten auch unsere Helden nur wenige Chancen, aber alleine Freund Musci hätte in der ersten Halbzeit mindestens ein Tor erzielen müssen, als er alleine auf den Torwart zu ging. Sehr gut gefallen hat mir unsere Abwehr in der Besetzung Morena, Gruszka, Albrecht. Lustig, jetzt scheint Philipp wieder in die Rolle zurückzukehren, die er früher auch gespielt hat. Es würde mich freuen, wenn er in dieser Rolle vielleicht endlich mal die Chance erhält sich auch in Spielen der dritten Liga zu beweisen. Gestern hat er mir ausgezeichnet gefallen. Nicht gefallen hat mir Mölzl. Mensch, ist einer von drei Spielern, die mit dem Boden zu Recht kommen und dann ist er so extrem eigensinnig, dass er sich immer wieder festdribbelt. Ohne das wirklich schöne 1-0 in der Verlängerung, hätte ich ihn nach dem Spiel gewürgt.
Kommen wir zu Franz unserem Trainergott. Altona besitzt nur ein WC, welches sich hinter der Haupttribüne befindet. Dieses ist dann aber sowohl für Schiedsrichter, Trainer, wie Zuschauer. Und so erschien unser Trainergott zum Pinkeln, als ich gerade dabei war Wasser zu lassen. Ist das jetzt mein Band zu Berühmtheit?
Gerbers Fehler heute: Wie zum Teufel kann ich Hanke aufstellen? Als grosser schwerer Spieler kann er auf diesem Boden nur schlecht aussehen und sah dann dementsprechend schlecht aus. Und wie kann es sein, dass wir mit einer überriskant gespielten Abseitsfalle (Altona rückte immer wieder bis zur Mittellinie auf) nicht zurecht kommen und immer wieder ins Abseits laufen? Spätestens in der zweiten Halbzeit hätte ich nur noch mit langen Bällen auf die Aussen gearbeitet, wobei die Aussen ganz bewusst aus der eigenen Hälfte starten müssen. Denn extrem schnell war die Altonaer Abwehr nicht. Oder auch anders, aber so dumm wie unsere Mannschaft kann man sich gegen eine Abseitsfalle nicht anstellen.
Kommen wir zurück zum Schiri. Dieser hatte das überharte Spiel nie im Griff. Erst pfiff er viel zu kleinlich, um dann viel zu grosszügig zu werden, um dann wieder kleinlich zu werden. Und sorry, spätestens das Umtreten des Torhüters, welcher den Ball SICHER in den Händen hat, ist definitiv und ausschliesslich mit Rot zu bestrafen. Gelb in dieser Situation ist lächerlich. Genauso muss der Altonaer Torhüter nach dem Ding gegen Bounua vom Platz.
Das Geschehen auf den Rängen war ingesamt von frieren geprägt. Stimmung kam auf beiden Seiten nicht wirklich auf. Und selbst die Wechselgesänge mit der Haupttribüne nach dem 2-0 waren eher lahm. Aber auch auf Altonaer Seite war die Stimmung eher mau. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass sie als Aussenseiter lange ein 0-0 halten konnten. Laut war eigentlich nur das Gepöbel aus der Ecke (dafür aber meinen uneingeschränkten Respekt, dass kann dieses Publikum wie kein Zweites. Und ich behaupte mal jedes Schiedsrichtergespann wird davon beeindruckt.) und das "Scheiss St. Pauli".
Womit wir bei meiner Überschrift sind. So gerne ich einige Altona Sympathisanten mag, so können mir alle und ich wiederhole ALLE Altonaer mit ihrem Gelaber von besser, heile Welt, kein Stress etc. gestohlen bleiben. Wenn bei einem solchen Spiel nahezu die gesamte Lokalrivalen dritte Halbzeitfraktion entspannt neben den Altonaern steht und diese auch dann nicht eingreifen, wenn diese Vollhonks anfangen St. Paulianer zu verprügeln, dann sollte man mit seinem pc Gelaber sehr ruhig sein. Gut, dass die Polizei vor Ort war und dementsprechend ein paar von den Typen einfahren konnte. Natürlich passt es auch sehr zu dem pc Image, dass man ab der ersten Minute laut "Scheiss St. Pauli" laut brüllt. Und dann von heiler Welt zu reden, dann ist das scheinheilig und albern. Ich weiss, die kommen ja sonst nicht und waren nur diesmal da und laber. Ja, würdet ihr das bei anderen Vereinen akzeptieren? Wohl kaum! Insofern räumt erstmal vor der eigenen Haustür auf, bevor ihr St. Pauli kritisiert und euch zu heiligen aufspielt. Vielleicht könnt ihr dann auch mal intern klären, was eigentlich das "Hier regiert der Antifa-Terror" Spruchband sollte. War garantiert sehr PC und lustig und stressfrei. Nein, für mich ist Altona ein Verein wie jeder andere Hamburger. Gegner ohne besondere Sympathien. Und nachdem nun die letzten beiden Pokalspiele gegen Altona einfach unangenehm waren, ist es eher ein Verein, den ich nicht mag.
Nach dem Spiel löste sich die Gemeinde doch relativ schnell auf und man begab sich nach Hause. Noch gut gefuttert und dann ab ins warme Bett.
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Leider führt auch die Winterpause bisher nicht dazu, dass es um unseren Verein ruhiger wird. Und da die ganzen finanziellen Risiken vor der Saison nun vollkommen auf den Verein zurückfallen, rasen wir immer noch fröhlich in die Pleite. Gibbs verkaufen? War eigentlich ein sehr lustiger Plan nach der letzten Saison, aber wenn man ganz ehrlich ist, hat sich diese Hoffnung seit der Regensburg Nummer doch deutlich verschlechtert. Denn welcher andere Verein reisst sich schon um einen Spieler, der aus Gründen die keiner Versteht in Regensburg nicht spielen will? Natürlich ist Regensburg ein Kaff, aber das kann doch nicht wirklich der Grund gewesen sein, oder? Ich vermute eher, dass der schönde Mamon der Grund war. Hat man doch letztens gelesen, was unsere Spieler pro Punkt bekommen. In der Blöd war die Rede von ca. 300 bis 400 Euro. Das ist für einen Stammspieler wie Gibbs ein ganz nettes Zubrot, wenn ca. 50 Punkte nochmal 15.000 Euro bringen. Ich vermute mal, dass er soviel in Regensburg nicht bekommen hätte. Nun okay. Regensburg holt auch keine 50 Punkte diese Saison, sondern eher um die vierzig.
Ähnlich unsere Kapitalanlage Nasicmento. Von dem Gedanken mehr Geld zu bekommen, als man ausgegeben hat, hat man sich ja anscheinend schon verabschiedet. Es war komplett Unsinn für einen Spieler, dem eindeutig die Einstellung fehlt 500.000 Euro zu zahlen. Natürlich hat er ein überragendes Talent, aber er hat die ganze Hinrunde aufgrund vermeindlicher oder auch echter Verletzungen nie wirklich trainiert und ist auch aufgrund seiner fehlenden Sprachkenntnisse keine Stütze des Teams. Es wäre wirklich besser gewesen das Geld zu nehmen und einen anderen Spieler zu kaufen, der vielleicht nicht dieses Talent hat, aber wenigstens die Einstellung. Und auch jetzt ist er wieder verletzt und das Frankfurt einen solchen Mann nicht kauft, ist ja wahrscheinlich auch klar. Insofern wird auch er unseren Kader in der Rückrunde füllen und kein Geld bringen.
Damit bleibt es bei dem Etatloch von 800.000, was die definitive Pleite nach sich ziehen würde. Da kann Littmann noch so häufig sagen, dass das Gerücht "Lizenzentzug" "Schwachsinn" sei. Fakt ist, wenn wir nicht bald zusätzliche Einnahmen oder weniger Ausgaben finden, dann ist Feierabend. Und ich sehe bisher nicht, wo die her kommen sollen. Und die Transferzeit ist in zwei Wochen vorbei, dann kann man auch mit Spielerverkäufen nix mehr ändern. Und welche Aktion nochmal 800.000 bringen soll, ist mir vollkommen unklar.
Lächerlich wird auch langsam die Rolle, die Gerber in diesem Spiel spielt. Da labert er was von "Trainer nur, wenn Etat von 2,8 Mio" die Presse vergisst aber zu erwähnen, dass sein Trainervertrag eigentlich vollkommen latte ist, da er sowieso einen - besser dotierten - Managervertrag für nächstes Jahr hat. Weiterhin finde ich langsam einfach frech, wie dieser angebliche Fussballfachmann versucht alle Risiken für sich auszuschliessen. Wenn wir für nächste Saison einen Etat von 2,7 Mio zusammen bekommen (unwahrscheinlich), dann würde er wahrscheinlich noch sagen "ja, aber mit 2,8 Mio hätte ich es geschafft". Ein guter Trainer würde sich dann mal beweisen, wenn er auch unter schweren Voraussetzungen was bewegt. Das habe ich von Gerber noch nicht gesehen. Lustig auch, dass die Presse ihm das alles glaubt. Aber das ist ähnlich wie bei Ole von Beust. Nix bewegen, aber sich feiern lassen.
Auch der Vorstand ist nun wieder vollzählig, hat der Verein mit Marcus Schulz einen neuen Vize. Zuerst sorgte der Name für Verwirrung (und Furcht bei einigen), aber nein, es handelt sich nicht um den Südkurven Markus. Jedoch: Dieser Markus Schulz hat aus meiner Sicht auf der letzten JHV auch keinen sehr tollen Eindruck hinterlassen. Er mag ja ein toller Fachmann sein, gezeigt hat er dies bisher nicht. Auf der JHV fand ich ihn eher arrogant und frech. Mal sehen, man soll Menschen nicht vom ersten Eindruck abschliessend beurteilen und ich wünsche ihm und uns, dass er seine Ziele erreicht. Der von der Presse immer wieder ins Spiel gebrachte Jens Duve halte ich nebenbei nicht für geeignet. Denn vermeindliches "Fussballfachwissen" hilft uns nur bedingt weiter, solange wir schlichtweg kein Geld haben. Nebenbei bezweifel ich, dass Gerber Götter neben sich dulden würde.
Peinlich ist langsam auch der Hamburger Bürgerschaftswahlkampf. Und damit meine ich weniger die Neunutzung des CDU Spruches durch die SPD und die GAL. Zwar ist auch dieses ein richtig geiler Schenkelklopfer, aber die Presse in Verbindung mit der CDU sind viel peinlicher und für eine Demokratie schon beinah gefährlich.
Beispiele? Da deckt die MoPo einen handfesten Skandal in Santa Fu auf, wo die Verhältnisse durch Kusch nämlich nicht etwa besser geworden sind, sondern schlechter als unter rot-grün. Und was macht die Blöd? Sie bringt einen Tag später einen Artikel, wie toll doch Santa Fu geführt sei und das ja alles keine Probleme seien. Und der Gefangenenaufstand, welcher zu der Schlagzeile der MoPo geführt hat, wird eher am Rande erwähnt. Liebe Blöd, erzählt doch nix. Unter einer SPD Regierung hättet ihr doch wieder getrommelt wie blöde. Und so ein Blatt schreibt noch "Überparteilich" in seine Namenszeile. Insgesamt erschreckt der unkritische Umgang mit der CDU zutiefst. Nix gegen eine politische Richtung in einer Zeitung, aber Wahlpropaganda für eine Partei ist auch bei einer Boulevard Zeitung zu viel.
Liebe Leser, ihr wollt immer noch Ole wählen? Dann nennt mal eure Gründe. Klar, Repräsentieren kann er eher als solche Typen wie Runde oder Mirow. Aber seien wir ehrlich: Wir suchen hier keinen Bundespräsidenten, sondern einen Bürgermeister. Und dieser sollte auch was bewegen. Und hier hat die CDU selber gemerkt, dass sie in den zwei Jahren nur Chaos angerichtet hat. Daher vermeidet man es im Wahlkampf vorsichtshalber überhaupt irgendein Thema wirklich anzusprechen. Das die SPD mit ihren eigentlich extrem langweiligen Plakaten die Finger in die Wunde legt, ist noch lustiger dabei. Was hatte uns von Beust nicht alles versprochen. Bessere innere Sicherheit? Mehr Bildung? weniger Arbeitslose? Tja, klar hat er auf das letzte wenig Einfluss, aber dann laber ich so etwas auch nicht. Und was hat erreicht? Genau in allen Themen das Gegenteil. Und mir ehrlich gesagt ist ein Bürgermeister lieber, der was tut und nicht nur braun gebrannt ist. Insofern ist mir auch bis heute Schröder lieber als Kohl. Klar, gerade die Steuerreform und die Gesundheitsreform sind nahezu peinlich vor Fehlerhaftigkeit, aber ich finde es immer noch besser als das was wir 16 Jahre vorher hatten. Das war ja nach dem Prinzip "wer nix macht, der macht auch keine Fehler". Und für meine Stadt will ich das nicht.
Und vergesst nicht: von Beust hat die Schills, Mettmanns, Langes gewähren lassen, die in ihren Ämtern nur Chaos und Peinlichkeiten produziert haben.
Exkurs: Bundespräsident, das wäre ein Amt für von Beust. Und das meine ich wirklich ernst. Denn repräsentieren und gute Reden schwingen, das kann er. Und da die CDU ja keinen Kandidaten hat... ;-) Insgesamt ein Amt für das ich die Kandidatensuche schon humoristische Züge hat. Töpfer will, kann, darf aber nicht. Stoiber kann, will aber nicht und mutmaßliche Kandidat Schäuble kann einfach nicht. Sorry, es geht nicht um das behindert oder nicht, aber dieser Mensch ist so von Bitterheit zerfressen, dass ich ihn mir absolut nicht in einem solchen repräsentativen und auf Ausgleich gerichteten Amt vorstellen kann. Alle anderen genannten schon. Und bevor Wolfgang Gerhard es wird, nehme ich auch den Teufel persönlich.
Historische Vergleiche hinken und sollen daher hier nicht gezogen werden. Aber die Behandlung von Menschen muslimischen Glaubens macht mir Angst und ist Nährboden von Rassismus. Die ganze Kopftuchdebatte ist so etwas von verlogen und hat kein anderes Ziel, als eine rassistische Ausgrenzung von gläubigen Musliminnen zu erreichen. Klar ist es richtig, dass der Staat religös neutral sein muss und dies ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Aber dann muss eben nicht nur das Kopftuch in Schulen verboten werden, sondern auch christliche Symbole, wie z.B. das Kruzifix. Und wenn dann Politiker irgendwas von "christlich abendländischer Tradition" faseln, dann kriege ich das kalte Kotzen. Wo bitte ist der Widerspruch zwischen muslimischen Glauben und unseren Traditionen? Darin, dass man ein Kopftuch trägt? Das hat man in der christlich abendländischen Tradition auch gemacht... nur mal so. Integration der hier lebenden Ausländer sieht anders aus. Wenn man von denen erwartet, dass sie Deutsch lernen und sich für unser Land interessieren, dann muss ich im Gegenzug ihnen auch Möglichkeiten geben, dass sie sich hier heimisch fühlen können. Und dazu gehört auch Respekt vor anderen Traditionen und nicht ein Klima der Ausgrenzung und Intoleranz. Und genau das schafft die Kopftuchdebatte. Mir persönlich wäre es vollkommen egal, ob die Lehrerin meines Kindes ein Kopftuch trägt oder nicht. Viel wichtiger wäre es mir, was sie meinem Kind erzählt.
Sorry, aber Antiterrorkampf steigert sich seit dem 11.9. aus meiner Sicht zu einer Hysterie gegen Muslime und Araber. Und nix kann die Welt weniger gebrauchen als einen Kampf der Kulturen.
Bevor Fussballfans vom DFB auch nur angehört wurden, musste schon unsere Bundespräsident kommen und beide Seiten zu einem Gespräch einladen. Ein sehr lobenswerter Schritt, welcher leider wieder von der Presse noch viel zu wenig aufgenommen wurde. Nur hatte man nachträglich auch das Gefühl, dass der DFB das eher unter "labert mal" abstempelte und so weiter machen wird wie bisher. Ich würde es jedoch begrüssen, wenn Bruder Johannes das Geschenk der Fans einlöst (eine Stehplatzdauerkarte für alle Stadien Deutschlands) und mal vorbei kommt.
Das das Produkt Fussball schlichtweg seinen Zenit überschritten hat, sieht man auch an anderen Plänen. Da wird versucht die Anstosszeiten auf 12 Uhr vorzuverlegen, um den asiatischen Markt zu erobern und da werden 20 Minuten Pausen gefordert. Alles absoluter Schwachsinn. Hätte man ein wirklich spannendes und für Asiaten interessantes Produkt, dann würde man den Markt auch erreichen, obwohl man dort nicht um 18 Uhr über die Bildschirme flimmert. Da man aber eben nur ein zweitklassiges Produkt hat und die insbesondere die englische Liga spannender und enger ist, kriegt man eben kein Bein auf den Boden. Und daran ändert auch eine andere Anstosszeit nix. Jedoch werden wir nun erleben, dass Spiele aufgrund von Sicherheitsbedenken plötzlich um 12 gespielt werden müssen. Und natürlich hat das Fernsehen darauf keinen Einfluss. Aber keine Panik. Schalke - Dortmund oder Bayern - 1860 werden schon bald so angepfiffen werden. Und natürlich hat das nix mit dem asiatischen Markt, sondern nur mit Ausschreitungen von rivalisierenden Fangruppen zu tun. Das kann man sich nebenbei gut aus England abgucken, wo es genauso läuft.
Genauso ein Blödsinn ist es die Pause auf 20 Minuten zu verlängern. Nicht nur, dass die Spieler sich dann wahrscheinlich schon aufwärmen müssen vor der zweiten Halbzeit. Nein, es wird auch kein Brötchen oder Bier mehr verkauft. Woher soll denn das Geld kommen? Wenn die Eintrittspreise und insbesondere die Brötchen und Bierpreise in einem angemessenen Rahmen wären, dann würde auch in 15 Minuten genug verkauft. Wenn man jedoch Aramax Frass essen muss, dann kauft man das auch nicht in 20 Minuten. Und wenn es zu Schlangen kommt, dann zeigt es doch nur eines: Beim Bau der neuen Stadien ist wieder an alles gedacht worden, aber nicht an genug Essenstände für das normale Volk. Tja, daher sitzen Funktionäre auch immer in Logen.
Gerade heute fragte mich ein Freund mal wieder, wie denn die Anstosszeiten nächste Saison aussehen würden. Und mal wieder konnte man nur sagen: Nix genaues weiss man nicht. Denn zur Zeit gibt es ja nichteinmal einen Fernsehvertrag für nächste Saison. Und bevor der nicht geschlossen ist, wird es auch keine Anstosszeiten geben.
Der Fussballverein in Camebrigde, welcher seinen Fans verboten hat zu singen oder zu schreien. Nachbarn hätten sich beschwert. Noch Fragen? Wann dies wohl in Deutschland kommt? Oh, da hat man das eher hinten rum durch Versitzplatzung und neue Stadien eingeführt.
Zuguterletzt ein bisschen Eigenwerbung. Veranstaltung doch unser Heldenfanclub eine Busfahrt zum letzten Spiel auf dem Gladbacher Böckelberg. Der wird dieses Jahr endgültig geschlossen und das letzte Bundesligaspiel in dem definitiv schönsten Stadion Deutschlands wird am 22.5. dieses Jahres stattfinden. Gegner wird der TSV 1860 München sein. Wir bieten eine Bustour an, die am 22.5. morgens los geht und am 23.5 zurück geht. Wann es am 23.5. zurück geht, hängt davon ab, wann wir in Neumünster spielen. Sollte dieses Spiel auf den Sonntag gelegt werden, würden wir extrem früh zurück fahren, sonst irgendwann Mittags. Das Neumünster Spiel ist laut Spielplan zur Zeit parallel, aber aufgrund des Lokalrivalen Heimspiels am letzten Spieltag sind wir eigentlich guter Hoffnung, dass es noch verlegt wird. Denn man kann sich nicht wirklich vorstellen, dass die Hamburger Polizei begeistert sein wird, wenn wir um 18 Uhr wieder in Hamburg aufschlagen, während gerade die enttäuschten Lokalrivalenfans am HBF eintreffen. Kostenpunkt ist 50 Euro inklusive Eintrittskarte (welche für Deutschlands schönste Gästekurve ist). Wenn man bis zum 1.2. bucht und bezahlt, dann bekommt man selbst noch drei Euro Rabatt. Übernachtungen können vermittelt werden, sind aber nicht im Preis mit inbegriffen. Anmeldungen jederzeit an die unten genannte Emailadresse oder an freibeuterin@fc42.de. Achtung: Beeilt euch, es sind nur noch 11 Plätze frei! 21 Mitfahrer haben wir schon.