Norbert regt sich auf vom 2.08.2004
über
Spiel mir am Glied bis zum Tod
Das letzte Mal, dass diese Kolumne von einem Aufstiegsplatz grüsste, war am letzten Spieltag der Aufstiegssaison... Wir hatten gerade in Nürnberg gewonnen und ich habe diese Kolumne mit zwei Stunden Schlaf in Cuxhaven geschrieben. Times are changin'...
Ich höre ja schon die ganzen Nörgler. "Schlecht gespielt; erstes Spiel; Abstiegskandidat; nur Aufstiegsplatz, weil zwei Amateure vor uns; bla bla". Fakt ist aber: Aufstiegsplatz ist Aufstiegsplatz und dies ist natürlich ein guter Start in die Saison.
... nur leider hat mein alterndes Gedächnis es vergessen :-(
Die Fahrt beginnt am Clubheim. Dieser Fakt ist so langweilig, wie wahr, aber irgendwie weiss ich nicht, wie ich die Fahrt sonst beginnen sollte. Nur leider war diesmal nix mit der gewohnten Busbesatzung, da sich viele Mitglieder von dieser für andere Fahrtmöglichkeiten entschieden hatten. War es nun das Schöne-Wochenend-Ticket aus finanzieller Not oder das Auto aus Heiratsnot, aber fehlen taten sie irgendwie alle. Trotzdem gab es einige bekannte Gesichter, welche freudig begrüsst wurden.
Nur die Gesichter, die zumindest mir unbekannt waren, könnten lieber auch mir unbekannt bleiben. In der Überschrift ist bereits der Aufdruck eines T-Shirts verewigt, welches stilecht hinten mit "St. Pauli" und einem Fuckfinger bedruckt war. Der tiefere Sinn dieses Shirts fand sich auf der Autobahn nicht. Natürlich war es auch genau der Typ und seine Freunde, die bei der ersten Pinkelpause nicht nach 10 Minuten wieder im Bus waren, sondern sich nach 20 Minuten gemütlich von Cathrin beim Kaffeetrinken abholen liessen. Eine etwas wütende Ansage (vollkommen zu Recht) unserer sonst so charmanten Reiseleitung bei der zweiten Rast war die Folge.
Vollkommen unverständlich wird mir auch immer bleiben, warum man Musik in Bussen immer auf Schwerhörigkeitslautstärke hören muss und warum man immer seine eigene Musik durchsetzen muss. Erste Kassette: Oldierockmusik. Kurzes Überlegen, leichtes Grinsen, ah! Veteranen an Bord. Okay, das ist Musik, die niemandem weh tut, die Lautstärke war okay, man konnte sich unterhalten. Super, ich lehne mich in meinen Sitz zurück und geniesse die Fahrt. Nach zwei Liedern kommt es von hinten "Mach doch mal den Scheiss aus". Ich also schon genervt. Okay, nach Genörgel wird auf CD gewechselt. Übliche St. Paulisampler, langweilig und 1000mal gehört, aber in einer vernünftigen Lautstärke okay. Zweites Lied "LAUTER" wird von hinten gepöbelt. Okay, lauter und mein Gehör fing an zu ächzen, da ich direkt unter der Box sass. Dass die Anlage vollkommen überfordert und nur noch Geschepper zu hören war, interessierte anscheinend niemanden. Zaghafte Versuche, das ganze zumindest so leise zu stellen, dass es nicht mehr schepperte, wurden mit "Lauter"-Rufen zunichte gemacht. Okay, mein Gehör ist schon kaputt, aber beim Fussball wollte ich es eigentlich nicht endgültig zerstören.
Hollenstedt bekam ich dann endlich einen Sitznachbar und es konnte sich eine angeregte Unterhaltung über Kameras entwickeln, welche nur immer wieder durch die Musik gestört wurde. Die Strecke Hollenstedt - Bremen erwies sich - mal wieder - als absoluter Nervfaktor, darf ein Bus auf dieser Strecke doch nicht überholen. Ich habe leider das Problem grundsätzlich nach vorne gucken zu müssen, sonst wird mir irgendwann schlecht. Nur wenn man ca. eine Stunde auf den Rücken desselben Lasters guckt, dann wird man irgendwann verrückt. So stiess ich in Bremen einen lauten Jubelschrei aus, welcher unseren Förderhund etwas verwirrte.
Unsere erste Pause war jedoch nicht nur aufgrund der zu spät kommenden Nasen erwähnenswert. Hielt unser Bus doch direkt neben dem Teambus der Blue Devils. Bequem reisen? Das sieht anders aus. Quetscht sich die Mannschaft doch in einen Doppeldecker von Thies-Reisen. Man bedenke, dass unter Footballern doch einige richtige Schränke sind. Okay, die haben dann eine Sitzreihe für sich, aber bequem wird es damit immer noch nicht.
Wuppertal rückte näher und irgendwie war sich die Leitzentrale einig über die A 1 zu fahren. Vielleicht nicht der längere Weg, aber doch staugefährdeter als die A 43. Und da wir bereits Klo voll hatten (noch eine Sache die ich nie begreifen werde, warum können die Leute nicht einhalten?), wurde die Zeit doch knapp. Ein Stück hinter Dortmund kam man dann auf die Idee, Verkehrsfunk zu hören, was in diesem Moment eigentlich zu spät war, hatte man die alternative Reiseroute ja bereits hinter sich gelassen.
Ich entschloss mich, Harrys Vagabunden im hinteren Teil einen Besuch abzustatten, und anstatt freundlicher Worte bekam man nur ein "Achtung, ab jetzt kann alles, was man sagt, im Bericht gegen einen verwendet werden" entgegen geschleudert. Danke, Jungs!
Insgesamt sah ich sowieso aus wie ein deutscher Tourist. Dicker Bauch, luftiges Hemd, Kamera vor den dicken Bauch gespannt.
Nun gut, irgendwann waren wir da, die Polizei beachtete uns nicht, wir fuhren am Parkplatz vorbei und mussten erst drehen, bevor wir den richtigen Platz gefunden hatten. Gerade als man aussteigen wollte, kam ein freundlicher Polizist in den Bus gestürmt und begrüsste uns. Meiner einer hatte schon mit einer Busdurchsuchung gerechnet und gerade da ich pinkeln musste sich richtig gefreut, aber der freundliche Herr erklärte nur, dass hier "ihre" Polizei Wuppertal spreche und der Weg zum Stadion dort lang ginge. Komischerweise ging die halbe Busbesatzung in Richtung der Kneipe, die uns letztes Jahr gute Dienste beim Vorglühen geleistet hatte. Diese hatte jedoch (angeblich von der Polizei verordnet) geschlossen, so dass man sich nur in den Schatten hocken konnte und auf den Anpfiff warten konnte. Irgendwann trieb einen die Polizei Richtung Block, welchen man aufgrund der Hitze natürlich so spät wir irgend möglich betreten wollte. Okay, die beiden Polizisten waren ausgesprochen freundlich, aber verstehen werde ich den ganzen Trubel nie mehr.
Der Auswärtsblock bei Wuppertal befindet sich über den Resten der Radrennbahn. Entgegen weit verbreiteter Meinung sieht man aus dem Block eigentlich ganz gut, wenn man sich entweder auf die oberste Stufe stellt oder sich direkt an den Zaun stellt. Warum hier ein Zaun mit Übersteigschutz notwendig ist, kann nur der Wuppertaler SV erklären, denn die Radrennbahn kann eigentlich niemand herunterklettern.
Genauso unerklärlich ist, dass das Tor zwischen den beiden Gästeblöcken zu war und so ein Wechsel zwischen den beiden nur möglich ist, wenn man den einen Block verlässt und wieder ganz zum anderen hochsteigt. Um Fotos zu machen habe ich dies zweimal gemacht und ehrlich gesagt war damit eigentlich schon mein Tag gelaufen.
Zum Anpfiff gesellte ich mich an den Zaun unter USP und harrte der Dinge, die da so kommen mögen. Nicht kommen mochte irgendeine Stimmung im Block. Okay, dass ca. 85 % der "normalen" Leute eigentlich nur da stehen, daran hat man sich leider gewöhnen müssen. Das sich 50 % des singenden Volkes auf irgendwelche abgelegenen Tribünen trollt, daran werde ich mich nie gewöhnen, aber das ist entweder aus Sichtgründen notwendig oder schön, weil man da nicht mit allen Assis im Block steht oder oder oder. Nur die Stimmung wird so immer schlechter und das Auswärtsfahren immer langweiliger. Was für mich neu war, war das ca. 50 % von USP und Umfeld auch nicht wirklich Bock hatten. Einige Leute üben sich lieber im schimpfen über Mannschaft, andere Fangruppen, Soliaktionen oder was auch immer, anstatt dieses in Ruhe zu Hause zu diskutieren und erstmal den Mund aufzumachen. Wieder anderen war es anscheinend schlichtweg zu heiss (ein Grund, den ich absolut akzeptiere). Kurz: die Stimmung war neunzig Minuten flau ohne Ende.
Kommen wir zu der Soliaktion. Die Wuppertaler haben Trouble im Verein. Der Verein ist fusioniert mit einem lokalen Rivalen, die Fans sind stinkig. Und fragten nun, ob man sie vielleicht bei Protestaktionen unterstützen konnte. So wurde zum "Das Herz des Vereines sind die Fans" der Wuppertaler ein "Und ihr reisst das Herz raus" auf unserer Seite präsentiert.
Also mal ganz ehrlich: Ich prüfe nicht bei jeder Soliaktion nicht erstmal, ob die Fanszene nun okay ist oder ob da Faschos sind, ich mache keinen Wesenstest und messe auch nicht die Fanszene an meinen idealistischen Vorstellungen. Wenn Fans mich so etwas fragen, dann bin ich prinzipell bei jeder Fanszene bereit, sie zu unterstützen. Nur so bekommt man ENDLICH mal eine gewisse Grundsolidarität unter Fans und kann ENDLICH was erreichen. Kleinkriege helfen da einem nicht weiter. Ob ich die Leute nun mag steht für mich auf einem ganz anderen Blatt.
Andere Meinungen werden gerne akzeptiert. Nur ich behaupte: niemand kennt bei uns die Wuppertaler Fanszene wirklich um zu beurteilen, wer dort die - augenscheinlich vorhandenen - Idioten und Gewalttypen sind, und niemand kann beurteilen, wie die Wuppertaler Ultras drauf sind. Und dann wäre es super, wenn man so etwas vielleicht ruhig und sachlich im Nachhinein diskutiert oder - noch besser - vorher.
Wer ist eigentlich S. Maack? Ich kenn ihn nicht, aber er bot heute den Ersatztorhüter. Warum Dröge nicht mit war, kann ich mir nicht erklären. Ich vermute jedoch, dass dies mit der Jugendspielerregel in der dritten Liga zusammenhängt und Kollege Maack sonst in der A-Jugend das Tor sauber hält.
Zum Spiel: Lauer Sommerfussball und nicht wirklich doll. Okay, als Auswärtsmannschaft muss man nix fürs Spiel tun und ein Sieg ist ein Sieg, aber Euphorie sollte trotzdem nicht aufkommen. Denn: Wuppertal muss absolut als Abstiegskandidat eingeschätzt werden, so dass ein Sieg dort Pflicht ist, wenn man oben mitspielen will. Weiterhin kam der Sieg insbesondere in der letzten Viertelstunde glücklich zustande. Dieses Betteln um Gegentore in der letzten Viertelstunde hat uns bereits letztes Jahr nahezu getötet und hier muss dringend im Bereich Konzentration und Fitness gearbeitet werden. Weiterhin müssen Konter bei uns endlich gefährlicher werden. Selbst wenn unsere Truppe alleine auf den gegnerischen Torhüter zuläuft bedeutet das noch lange nicht echte Gefahr. Aber alle diese Punkte kann man natürlich mit einem Sieg in der Tasche und einer über 75 Minuten sehr guten kämpferischen Leistung besser abstellen.
Zu einzelnen Spielern: Wojcik: Man kann ihn auch VW Käfer nennen. Er läuft und läuft und läuft und läuft. Nicht alles immer effektiv, aber er war vollkommen auf sich alleine gestellt und daher ist es umso erstaunlicher, dass er immerhin das Siegtor noch vorbereitet hat. Dinzey: Kämpft, schiesst ein schönes Tor, aber die absolute Bindung zur Mannschaft fehlt noch. Daran muss gearbeitet werden. Taljevic: Ne, so wird das nix. Hat garantiert die technische Begabung um dritte Liga zu spielen, aber er hat im ganzen Spiel nur ganz wenig Zweikämpfe gewonnen. Er muss aus meiner Sicht deutlich an Durchsetzungskraft gewinnen. Eger: Teilweise zu langsam, machte das aber mit gutem Timing beim Grätschen wett.
Der Sieg wurde noch ausgiebig gefeiert und Palikuca lies es sich nicht nehmen, zum Block hochzusteigen und das Trikot in die Menge zu feuern. Warum Christof Haverkamp die anderen Spieler davon abhielt, gleiches zu tun, bleibt sein Geheimnis. Vielleicht weil er noch viele Auswärtssiege erwartet? Wir werden sehen.
Wieder im Bus und als ich dort angekommen bin, war meine Laune schon wieder auf dem Tiefpunkt, da mir auf dem Weg zum Bus doch einige Leute ordentlich auf die Socken gingen. Einige Leute begreifen auch gar nix, wenn sie den Busfahrer fragen, ob er zur Abfahrt richtig kühles Bier habe. Woher soll das denn gekühlt sein, wenn auch der Bus ca. drei Stunden in der prallen Sonne gestanden hat und der Fahrer natürlich auch losgegangen ist, um das Spiel zu gucken?
Die Rückfahrt gestaltete sich dann doch erheblich angenehmer. Anstatt die Zeit damit zu verbringen Flo und Schädel beim Schlafen zuzugucken, verschlug man sich nach hinten zu den Chaotikern und den Vagabunden und konnte so die Zeit elegant überbrücken. Und endlich konnte man zurücknerven, packte doch L. seine kleine Gitarre aus und schmetterte dazu Gassenhauer aus allen Herren Länder. Insbesondere "Fields of Athenrye" in der Vollversion ("oh das gibt Mecker", war mein einziger Kommentar) und "Go on home british soldiers" ("oh, das gibt richtig Mecker", war hier der Kommentar) wurden von den begeisternden Massen (sprich von drei Leuten) mitgebrüllt.
Getrübt wurde die Stimmung davon, dass von der Zugbesatzung Meldungen über einen Angriff mit Verletzten im Bus eintrafen. Insbesondere soll es einen so erwischt haben, dass ein Krankenhausaufenthalt unumgänglich war. Nähere Details sind mir jetzt nicht bekannt, spielen aber keine Rolle, denn egal was passiert ist, es ist mal wieder extrem traurig und extrem scheisse, dass es anscheinend nicht mehr möglich ist, ein Fussballspiel ohne Gefahren zu besuchen. Ich hoffe, dass alle Opfer auf dem Weg der Besserung sind. Zu meiner Nervösität trug noch bei, dass Anfragen per SMS nicht beantwortet wurden, was aber auf ein verlorenen gegangenes Handy zurückzuführen war und nicht auf irgendwelche Verletzungen.
Nicht weiter schildern werde ich zum Schutz aller Beteiligten, was es mit "sie soll nicht reden, sondern schlucken", "ja, wenn du solche schmutzigen Dinge in den Mund nimmst" und Kümmerling aus ungewöhnlichen Trinkgefässen auf sich hat.
Hamburg wieder erreicht, kurz noch auf dem Dom alle guten Vorsätze vergessen und sich vollgefuttert und dann ins Bett.
Warteten doch Sonntag morgen die Cylclassics auf einen. Da meine Schwester sich in die 55 km stürzte, blieb uns ja nix anderes üblich, als um acht Uhr in Othmarschen an der Strecke zu erscheinen. Gut, wie immer etwas zu früh, aber so hatte man Zeit mit dem jungen THW-Mann zu schnacken, der die Seitenstraße abzusperren hatte. Bereits hier sieht man wieder einen grossen Mangel des Rennens. Die Organisation ist - gelinde gesagt - mangelhaft. So wurde unser junge Helfer um acht Uhr da ausgesetzt und um fünfzehn Uhr wieder abgeholt werden. Einen Stuhl, gestellte Verpflegung oder eine Möglichkeit auf Toilette zu gehen waren nicht vorgesehen.
Schnell verging die Zeit und schon rollte das Jedermannfeld an uns vorbei. Hauke Brückner, Helmut Schulte und Stanislawski haben wir gesichtet, aber viele andere Leute hat man einfach in den Massen von Teilnehmern nicht entdecken können. So rief einmal eine Person "Norbert" aus, deren Identifizierung mir nicht gelang. Okay, Wattwurm war dann schon besser zu erkennen ;-). Aber immerhin haben wir meine rasende Schwester gesehen. Wer ist dagegen schon Jan Ullrich?
Die Profis verfolgte man dann am Falkensteiner Ufer, wo diese insgesamt fünf Mal vorbei kamen. Hier war auch der eigentliche Fussweg abgesperrt, da die Fahrer nach einer langen Abfahrt um eine neunzig Grad Kurve kommen und dann Platz für Notfälle brauchten. Dies war jedoch den Leuten nicht wirklich beizubringen, so dass Polizei und THW immer wieder Leute von der Straße schicken musste. Auch hier wieder die fehlende Organisation. Erklärte doch der eine Polizist, dass sie zu wenig Leute hätten, um vorne auch abzusperren. Erst später wurde dann ein THW Mann geopfert, um auch am Beginn dieser Passage abzusperren.
Jan Ullrich hat zwar nicht gewonnen, aber ihm nun gleich "Faulpelztum" zu unterstellen und zu behaupten, er habe keine Interviews gegeben, finde ich ziemlich flach. So aber Alsterradio, die in ihrer Morgensendung u.a. behaupteten, dass er keine Interviews gegeben habe. Lustigerweise hatten sie ungefähr 10 Minuten vorher einen Originalton von Ullrich in den Nachrichten, welcher nach dem Rennen aufgenommen wurde. Wie das, wenn er keine Interviews gegeben hat? Wie stand so schön am Waseberg? "Andreas, Jan: Lieber fair und nordisch bescheiden als texanische Sheriffs Lance a. Bush". Man wundert sich auch, wie man einem Mann Starallüren vorwerfen kann, der laut Abendblatt sich Samstag mehr Zeit als vorgesehen zum Autogramme schreiben nahm und u.a. auch ein Trikot des Vorjahressiegers (welcher für einen anderen Sponsor fährt) unterschrieb. Klingt für mich nicht wirklich nach Starallüren. Nebenbei: Wo waren eigentlich die ganzen angeblich voll austrainierten Mitfavoriten bei der Tour? Meines Wissens hat keiner davon Paris auf dem Fahrrad erreicht. Und diese Leistung zu würdigen sind Deutsche anscheinend nicht fähig. In Frankreich wäre so ein Fahrer wahrscheinlich schon Nationalheiliger...
... unser Verein, der nichts unversucht lässt seine Stammgäste zu empören. So schafft er es wirklich, bei dem Spiel gegen Cottbus keinen Vorabverkauf für Dauerkartenbesitzer einzurichten. Dies trifft weniger die Stehplatzdauerkarten, da voraussichtlich diese nicht ausverkauft sein werden, als die Sitzplatzdauerkarten, den deren Plätze können nun fröhlich an Dritte verkauft werden. Solche Fälle wurden auch im Bus nach Wuppertal geschildert. Und das obwohl sich die Leute gleich Freitags um ihre Plätze bemüht hatten. Was lernt man daraus? Als Fan und insbesondere als Fan mit Dauerkarte ist man sowieso Kunde und der Verein kümmert sich einen Dreck um einen. Ist ja auch viel besser, "Familien" anzuziehen, die spontan kommen und nicht irgendwelche Ansprüche stellen. Und hier "organisatorische Gründe" vorzuschieben, ist mehr als peinlich. Soviel Organisation sollten die Fans dem Verein wert sein. Es reiht sich aber ein in eine unendliche Reihe von Peinlichkeiten im Bereich "Kartencenter", die dem Verein wahrscheinlich schon unzählige Fans und auch unzählige Einnahmen gekostet haben. Ja, das behaupte ich jetzt so pauschal, genügend Beispiele sind hier schon angesprochen worden und mir über die Jahre zugetragen worden. Man darf nie vergessen: es handelt sich dabei um das absolute Aushängeschild des Vereines und um einen Bereich, der Einnahmen erwirtschaften soll und die erste Visitenkarte beim Kunden abgibt.
Ich will gar nicht das Personal alleine dafür verantwortlich machen, denn viele Fehler liegen daran, dass man sich von oben um diesen Bereich anscheinend nicht richtig kümmert oder sich einfach keine Gedanken drüber macht. Vielleicht sollte man das Geld opfern und hier wenigstens eine geschulte und gute Kraft in Vollzeit anstellen. Sie würde sich bezahlt machen, da bin ich mir sicher.
... unser lokale Rivale, der eine Personalpolitik fährt, die den Fan der schwarz-weiss-blauen wahrscheinlich um Jahre altern lässt. Da bestimmt der Trainer einen Kapitän, verärgert einen langjährigen Spieler stark und man verkauft diesen gerade neu gewonnenen Kapitän, ohne das dieser auch nur einmal die Binde getragen hat. Nicht, dass ich Barbarez zum Kapitän gemacht hätte, denn dafür ist dieser viel zu eigensinnig. Aber so etwas das ist schon grossartig. Freuen wir uns also auf sehr viel Spaß aus dem Volkspark.
... die Euphorie in Oberhausen, die dazu geführt hat, dass der Verein zum ersten Mal in seiner Geschichte mehr als 1.000 Dauerkarten verk