Norbert regt sich auf vom 8.11.2004
über
Warum die glauben? Weil die so wenig wissen!
Es ist noch gar nicht lange her da waren wir das letzte Mal in Braunschweig. Es ging um nix mehr und trotzdem hatte sich ein 2/3-voller Sonderzug auf den Weg gemacht. Was bis heute zu erinnern ist von dieser Fahrt? Auf dieser Fahrt ist der Name des offiziellen Sechzig-Fanclubs "Tigerenten" "erfunden" worden und wir wurden von den Braunschweigern herzlich mit Fuck-Fingern begrüsst.
Morgens um halb neun sollte man sich eigentlich treffen um gen Braunschweig zu reisen. Da Heiko dem Mitfahrer D. nicht wirklich den Chill-Bus zutraute, wurde ich kurzfristig aus dem Passanten/Skins/Partybus ausgequartiert und in den Chill-Bus umquartiert. War mir zu diesem Zeitpunkt doch ziemlich egal, hatte doch auch dieser Bus ziemlich nette Mitfahrer und eine nette Sitznachbarin für mich.
Chill Bus heisst aber auch, dass die Hinfahrt wirklich ganz ruhig und entspannt verlief. Der grösste Teil des Busses trank ausschliesslich alkoholfrei und ohne Rauch ist es in einem solchen Bus sehr viel angenehmer. Grundsätzlich ist die Einrichtung dieser Chillbusse mehr als zu begrüssen. Man kann den Fanladen ausdrücklich nur dazu beglückwünschen, dass sie diese Idee hatten bzw. umsetzten. Zu hoffen ist, dass die Busse genügend Anklang finden und dementsprechend immer fahren können. Ehrlich gesagt wäre das nicht immer was für mich persönlich, aber das ist ja egal. Die Einrichtung bietet aber mehr Leuten die Möglichkeit wieder auswärts zu fahren.
Exkurs: Der Fanladen machte eine deutliche Ansage, dass Leute, die sich "daneben benehmen", sofort von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden können. Auf die Nachfrage bei Stefan, was denn "daneben benehmen" sei, kam nur als Antwort, dass dieses vollkommen in seine Willkür gestellt sei. Als daraufhin Knuffi ihr Buch rausholte, meinte Stefan nur "Fussballfans? Buch? Das ist definitiv daneben benehmen!"
Leider mussten Teile der eigentlich angenommenen netten Besatzung bereits vor der Abfahrt die Segel streichen. Christian lies sein Rücken in Stich (Gute Besserung!) und Pauline wurde durch einen miesen Zweitkorrektor das Wochenende gestohlen. Aber auch dies wird dich nicht auf dem Weg zum Doktor aufhalten!
Ein kleines Anfangschaos war schnell überwunden und so machten wir uns als zweiter Bus auf den Weg. Lustig nur, dass der vorfahrende Thiesreisenbus irgendwann beschloss, dass es eigentlich blöd ist, der Erste zu sein und vor dem Spiegelgebäude Richtung Freihafen abbog.
Seid Ihr schon mal Samstagsmorgens am Grossmarkt vorbei gefahren? Da ist Automarkt, so dass dort Leute mit ihren gebrauchten Fahrzeugen hinfahren. Und vor dem offiziellen Eingang tummeln sich irgendwelche halbseidenen Gestalten und wollen den Leuten bereits dort die Fahrzeuge abkaufen. Mitten auf der gut befahrenen Strasse. Komische Szene.
Die Hinfahrt wurde dazu genutzt über Daumennuckeln als Übung fürs Leben und Falkos Grösse zu diskutieren (siehe Teilüberschrift). Gut, dass absoluter Nichtsexismus nicht in den Regeln des Chillbusses enthalten war. Wir sind auf einer der kürzesten Auswärtsfahrt des Jahres, aber in Allertal machen wir erstmal eine halbe Stunde Pause. Eigentlich wünscht man sich so eine Pause immer auf langen Fahrten, aber irgendwie hat man da immer nur 15-Minuten-Pausen.
Die Pause wurde mit Bratkartoffeln und Schnitzelbrötchen genossen und war eigentlich sehr chillig. Sprich: Passend zum Bus. Mal so eine vollkommene off-topic Frage: Was hat eigentlich dieser komische Kaminhersteller KAGO dafür gezahlt, um auf JEDEM Klo JEDER deutschen Raststätte zu werben? Und wer denkt eigentlich an Zimmerkamine, wenn man gerade am "sich erleichtern" ist? Stellt Euch mal vor, dass Ihr im Callcenter dieser Firma arbeitet. Da rufen alle paar Minuten Leute an und sagen "Guten Tag, ich habe Ihre Werbung letztens beim k.... gesehen." Krank!
Weiter gings, und bald war man in Braunschweig. Da wir viel zu früh waren, bremsten wir die Polizei aus und fuhren in die vollkommen falsche Richtung. Okay, das Täuschungsmanöver nützte nix und so fing uns die Polizei doch nach unserer Wende (es gibt einen Stadtteil in Braunschweig, der heisst Wenden...) wieder ein. Dabei hatten wir doch eigentlich schon einen Plan gemacht, was wir mit unserer überflüssigen Zeit machen wollten. Eigentlich wollten wir bei der Tankstelle hinter der Heimkurve spontan bremsen und dort mal ordentlich aufräumen. Hat nicht wirklich geklappt, wollte die Polizei nicht. Auch meine Idee, dort einfach mit dem Bus hinzufahren und ganz in Ruhe aufzutanken, fand keine Mehrheit. So begab man sich schnellstens ins Stadion, aber nicht ohne vorher den Bus der Bremer zu bewundern, welcher oben zwar eine St. Pauli-Flagge im Fenster hatte, aber unten ein SV Werder-Aufkleber und -Nummernschildhalter hatte.
Naja, nach dem Spiel hatte er einen hübscheren Aufkleber...
Im Block stellte man fest, dass es wirklich kalt und windig war. Glücklicherweise wurde der Block noch voller, und durch kuscheln wird einem ja etwas wärmer. Ich begab mich erstmal auf eine kleine Fotorunde. Diese wurde schnell unterbrochen, da die Ordner mal wieder rumäfften wegen den Zaunfahnen. Mal ganz ehrlich: Kein Problem, wenn man Platz für kleine Zuschauer lassen möchte, aber wenn noch im gesamten einen Block alles frei ist, dann kann man den anderen Block ohne Probleme vollhängen. Mal ganz davon ab, dass man bei den komischen kurzgeschorenen Mutantenordnern nicht das Gefühl hat, dass es um kleine Gäste geht, sondern dass das wahre Motiv eher die Provokation von Gästefans ist.
Glücklicherweise hatten wir auch "unsere" Ordner in der Kurve, so dass wir doch relative Ruhe während des Spieles hatten. Gerade nach dem letzten Jahr und der Boxeinlage zwischen Spielern und Ordnern wusste man ja, was einen erwartet.
Für die Anfangsszenen hatte ich mich in den anderen Block begeben, damit ich Fotos von dem Intro machen konnte. Dieses fiel auf St. Pauli-Seite eher dünn aus und auf Braunschweiger Seite gab es eine Mischung von blauen Zetteln mit gelben Folienbahnen. Hätte ja eigentlich ganz hübsch ausgesehen und wurde von den Zuschauern auch unglaublich lange hochgehalten. Nur scheint es auch in der Braunschweigerszene einige DOTs zu geben, denn in den Zetteln klafften erhebliche Lücken. So sah das eher durchwachsen aus. Exkurs: Oder haben die Braunschweiger das vielleicht als Ehrerbietung gemacht, weil DOT heute Geburtstag hatte? Exkursende.
Stimmung in Braunschweigs Auswärtskurve zu machen ist eine der schwierigsten Aufgaben, die ein Auswärtsmob haben kann. Lange unüberdachte Kurve und die Heimfans wuchern mit einer vollen und lauten Kurve mit Dach. Aber insgesamt lief das ganz gut, wenn auch eher auf den USP-Block beschränkt. Diesmal waren alle grösseren auswärtsfahrenden Gruppen im Stehplatzblock versammelt, aber auch diese Enge konnte nicht zu einer wirklich überragenden Stimmung genutzt werden. Die Stimmung war eben gut, aber nicht überragend.
Irgendwie habe ich ein anderes Spiel gesehen als die Hamburger Zeitungen heute morgen. Ich konnte schon in der ersten Halbzeit kein "gutes" Mithalten unserer Mannschaft sehen und muss ganz ehrlich sagen, dass man nach 10 Minuten den Eindruck hatte, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis unsere Mannschaft das entscheidende Tor bekommt. Zwar hatten wir auch ein paar kleinere Chancen, aber etwas wirklich zwingendes war nicht dabei. Mehrere Schwachpunkte hatte unser Spiel: 1. eine unnötige Abwehrumstellung, die Palikuca auf den zweiten inneren Verteidigerposten spielte und Gunesch nach aussen. Diese Umstellung führte die ersten 20 Minuten dazu, dass Gunesch automatisch nach innen zog und dann wieder nach aussen musste. Was diese Umstellung sollte, kann nur der Trainer sagen. Effektiv ist das garantiert nicht, eine der besten Innenverteidigungen plötzlich auseinander zu reissen. 2. Die Einstellung (insbesondere im Mittelfeld): Während Braunschweig ab der ersten Minute scharf wie Pantherpisse war, spielte unsere Mannschaft erneut ohne wirkliche Anspannung, ohne wirkliche Emotionen und ohne Leidenschaft. So kann man ein Derby nicht gewinnen. 3. Das Mittelfeld: Herr Dinzey sollte zur Winterpause verkauft werden. Er hat mit dieser arroganten Leistung nichts in diesem Verein zu suchen. Bereits in den letzten Spielen war er ein kompletter Totalausfall und auch diesmal hatte man nicht das Gefühl, dass er überhaupt gross kämpfen wollte. Gleiches gilt für Taljevic, welcher nach seiner Einwechselung auch mal wieder zeigte, dass er keinen Platz in dieser Mannschaft haben sollte. Bei ihm bezweifele ich aber, dass irgendein Verein für ihn noch Geld ausgibt. Da sind mir Spieler wie Bounoua und Adrion lieber. Bei beiden ging definitiv auch nicht alles, aber bei denen hatte ich das Gefühl, dass die wenigstens kämpfen, bis sie auf dem Zahnfleisch gehen. Adrion wurde nebenbei in der Braunschweiger Stadionzeitung gehypt, da er ja auch letztes Jahr noch in Braunschweig spielte. Mit einem "ich hab sie alle gehabt"-Foto wurde der Spieler, welcher nun für den "1. FC St. Pauli" (!!!) spielt, vorgestellt. 4. Die individuellen Fehler: Ähnlich wie in Lübeck wäre das Spiel auch heute 0-0 ausgegangen, wenn man nicht noch zu den bisher beschriebenen Unzulänglichkeiten individuelle Fehler gemixt hätte. Braunschweig versäbelte alle Chancen aufs kläglichste und war nicht in der Lage einen Ball vernünftig Richtung Tor zu spielen, wenn die Spieler bedrängt wurden. Nur leider wurde vor dem 1-0 dem Braunschweiger Spieler zu allen Seiten 10m Platz gelassen, so dass der gar nicht anders konnte als ins Tor zu schiessen.
Gut, irgendwann war der Mist vorbei und man konnte sich langsam auf den Abmarsch machen. Jedoch nicht ohne vorher der Welt klar zu machen, dass Chillbusse Nachteile haben. Die SMS "Scheisse verloren und jetzt kann ich mich aufgrund des Chillbusses nichteinmal ins Koma saufen" wurde an den Ticker versandt. Immerhin konnte die Antwort "Das kannst du ja gleich hier machen, bis gleich" unserer abendlichen Partygastgeberin einen etwas wieder aufheitern. Aber wirklich gute Laune stellte sich auf lange Zeit nicht mehr ein.
Weit kam man jedoch erstmal nicht mit dem Abmarsch, wurde der Parkplatz doch von Polizei und Braunschweigern belagert. Während vorne das Gedränge und Geschiebe stattfand, bildete ich entspannt die 25. Reihe und widmete mich der Fotoaufnahme. Natürlich - um die Schmerzen des Tages perfekt zu machen - traf ich noch kurz den einzigen Braunschweigfan, den ich kenne und durfte noch seine triumphierende Faust geniessen (Ironie!).
Irgendwann griff die Polizei dann zur "Nackte Kanone"-Taktik (ich spreche die Leute aus zwanzig Zentimetern mit einem Megaphon an), und man konnte den Weg nach Hause starten. Von nun an bereute ich die Wahl des Chillbusses. Hatten doch die vor uns beschlossen vollkommen unentspannt sich im Stadion komplett die Lichter auszumachen und nun vollkommen betrunken den Bus zu unterhalten. Nur ehrlich gesagt fand niemand die Unterhaltung wirklich lustig. Diese Leute das nächste Mal bitte nicht im Chillbus.
Braunschweig? Busse? Warten dass es los geht? Da war doch was! Genau, hatte ich mich schon letztes Mal mit Mathes auf Sichtdistanz per Handy unterhalten, so machten wir dies erneut. Komisch, wenn man jemanden auf die Lippen gucken kann, aber trotzdem per Handy telefoniert.
Die restliche Rückfahrt wäre eigentlich schnell zu erzählen gewesen, wenn sich da nicht noch zwei Highlights eingestellt hätten. Raststätte Allertal, erneut 20 Minuten Pause. Nennen wir sie mal Frau X. Frau X steigt aus ihrem Bus und wird in eine Spassschlägerei verwickelt. Frau X. will einen Karateschlag antäuschen und legt sich dabei gepflegt und richtig elegant auf die Nase. Brüllendes Gelächter und ein aufgeschlagener Ellenbogen waren die Folge. Einen kleinen Kampf mit Mathes musste ich verloren geben und so konnte man sich dem erneuten Wundern über KAGO und der erneuten Essensaufnahme widmen.
Von einem namentlich jetzt nicht genannten Bremer musste man sich noch schwulenfeindlich beschimpfen lassen (Zitat: "Ich bin ja heute nicht im Fanladenbus") (Achtung, das hatte sehr viel mit Situationskomik zu tun!) und dann konnte man sich der restlichen Strecke widmen.
Tja und nur das Ende war dann wirklich wieder ein Klassiker, denn anstatt über die A1 und dann die Elbbrücken zu fahren oder bis Bahrenfeld zu fahren und dann Richtung Clubheim zu starten präsentierte uns der Busfahrer noch eine kleine Stadtrundfahrt mit Weg über die Köhlbrandbrücke. Jetzt streite ich mich äusserst ungerne über Wege in Hamburg, aber viele Mitreisende und auch ich bezweifeln, dass es sich dabei um den kürzesten Weg handelte. Uns war das ziemlich egal, da wir sowieso Zeit totschlagen mussten, aber andere Mitreisende wollten nach Hause und da kann ich eine gewisse Unmut verstehen.
Am Clubheim haben wir dann Spaddel in die Arme genommen und haben noch ein Zeittotschlagbier zu uns genommen um dann Richtung Einweihungsparty der Freibeuterin zu starten. Dort habe ich mich zwar nicht in den Koma gesoffen, aber trotzdem gilt es einen Dank für eine nette Party mit leckerem Speis und Trank auszusprechen. Obwohl es Abzüge in der B-Note für die fehlende Haxe und das fehlende Augustiner gibt ;-) Einige Bilder seht Ihr in der Fotoecke :-) Gegen zwölf zollte man aber dem langen Tag Tribut und machte sich gen Heimat auf.
Am Sonntag machte man sich dann früh wieder auf zum Millerntor, galt es doch unsere Amateure zu bewundern. Millerntor? Halt! Warum dieses? Gegner waren die Amateure des VfB Lübeck. Offizieller Grund für die Spielverlegung war eine Sperrung des Platzes an der Sternschanze, die Gerüchteküche wusste aber auch von 40 bösen Lübeckern zu berichten, die sich zum Randalieren angekündigt hatten. Was nun der Wahrheit entspricht, sei mal dahin gestellt. Fakt war, dass eine unglaublich grosse Polizei- und Ordnerpräsenz auf insgesamt 40 Lübecker traf, von denen vielleicht 10 böse guckende Milchgesichter waren.
Gut, die Gastronomie am Millerntor machte so eine kleine Mehreinnahme, auch wenn diese etwas geringer als erhofft ausfiel, da sich der grösste Teil der Büdchenfraktion gen Adolf Jäger Kampfbahn aufmachte um Vicki - Altona 93 zu gucken.
Meinereiner durfte zum Fotomachen in den Innenraum und beschloss, sich vor die Nordkurve zu setzen, da ich hoffte dort Angriffsaktionen unserer Helden II zu bewundern. Irgendwie kam ich in eine träumerische Stimmung. Im Umkreis der nächsten 10m befand sich keine andere Person und so konnte man die Atmosphäre in sich aufsaugen. Ich war noch nie so stark passiver Geniesser der Stimmung wie in diesem Moment, und verfiel irgendwie ins Träumen. Insofern gab es auch mehrere Angriffe, bei denen ich es verpasste, von Marc Nielsens hübschen Zopf ein Foto zu machen.
Zur Halbzeit beendete ich mein Einsiedlerdasein und begab mich wieder zu den anderen, laberte etwas und wäre nicht in den Innenraum zurückgekehrt, wenn USP nicht eine kleine Pyrochoreo gestartet hätte. Sah ganz nett aus, wäre eigentlich auch vollkommen harmlos, rief aber die Polizei auf den Plan, die ohne Witz in den Block marschierte um die Pyros auszutreten. Alles klar, Jungs! Natürlich sind die Dinger eigentlich verboten, aber hier lag nun absolut keine Gefährdung von irgendwas vor und man hätte die Dinger ohne weiteres in Ruhe brennen lassen können.
Sonst war die Stimmung sehr USP-geprägt, das Spiel endete 2-0, war nicht gerade ein Brenner, und nach dem Spiel ging man entspannt ins Jolly, trank noch eine Feierabendcola und machte sich auf den Weg nach Hause.
Eine Anmerkung noch: Den Titel Feigling des Tages können sich die Mitglieder der "Green-Magic"-Gruppe aus Lübeck an die Fahne heften. Nach dem Spiel unserer Ersten in Lübeck veröffentlichten diese Portraitfotos von irgendwelchen St. Paulianern im Internet und behaupteten, dies sei die "Antifa" gewesen. Auch sonst prollen die Internet richtig gross rum. Normalerweise hängt bei jedem Spiel von deren 2. Mannschaft auch ihre Fahne. Nur wenn es nach Hamburg geht, dann trauen sie sich entweder gar nicht hin oder lassen ihre Fahne lieber zu Hause. Oder wurde die Reise von Mami verboten? Mein Tip: Das nächste Mal nicht so prollen und einen auf dicke Hose machen, dann kann man auch entspannt an der Sternschanze das leckere Bier und die leckere Wurst geniessen.
... unsere neue Bilanz, die mit einem Gewinn abschliesst. Solange ich aber nicht wirklich die Bilanz und alle dazugehörigen Zahlen gesehen habe, zweifel ich daran, dass es sich um mehr als einen Taschenspielertrick handelt. Hinzu kommt, dass in dieses Geschäftsjahr ja alle Einnahmen aus der Retteraktion gebucht werden mussten. Aber auch sonst waren die Zitate in der Presse mal wieder an Dreistigkeit nicht zu unterbieten. Da wird behauptet, dass man "schuldenfrei" bei Banken sei. Dies sei ja so, da einem keine Bank mehr was geben würde. Verschwiegen wird in diesem Zusammenhang zum einen, dass man (zumindest zum Bilanzstichtag) bei den einzelnen Abteilungen des Vereines erheblich in der Kreide stand (siehe AFM-Versammlung) und dass man diese Kredite auch (zumindest zum Bilanzstichtag) nicht zurückzahlen konnte, obwohl sie fällig waren (so wurde es ausdrücklich auf der AFM-Versammlung gesagt). Weiterhin ist damals doch das AFM-Jugendhaus extra in eine GmbH eingebracht worden um es dann zu beleihen. Und ich bezweifele, dass diese Beleihung nicht stattgefunden hat. Insofern hat vielleicht der e.V. an sich keine Bankschulden, aber der Gesamtkonzern "FC St. Pauli" mit seinen GmbHs hat höchstwahrscheinlich Bankschulden. Und auch diese müssen im Endeffekt aus den Gewinnen des Hauptvereines bzw. aus den Gewinnen seiner Betätigung zurückgezahlt werden.
Leider habe ich bisher keine vollständige Bilanz gesehen, so dass ich mich eines weiteren Urteils enthalten muss.
... Das Hamburger Abendblatt, welches in einem Bericht folgendes Zitat enthielt: "Selbst nannten sie sich Cosa Nostra, was Rückschlüsse auf ihre Geisteshaltung zulässt." (Erstaunlicherweise ging es bei dem Bericht nicht um Fussball).
... die Cottbuser Polizei, welche vor dem Derby gegen Aue 8 kg Rauchpulver im Gästeblock fand. Nicht nur, dass die Schlagzeilen in der Presse vollkommen reisserisch übertrieben sind, man fragt sich auch, wie unbewacht eigentlich so Stadien sind, wenn man da ganz in Ruhe 8 kg von dem Zeug einbuddeln kann. Und man fragt sich auch, wie bescheuert die Einbuddelnden gewesen sind, denn 8 kg von einem Zeug, was nicht nur gesundheitsgefährdend ist, sondern auch noch explosiv, sollte man eigentlich nicht so einfach irgendwo mit einem Spaten einbuddeln. Warum man die Täter nicht beim Ausgraben der vermeintlichen Beute erwischt hat, bleibt b