Norbert regt sich auf vom 21.3.2005

 

über

Analexzesse in Paderborn Teil 3

Vorwort

Die Bildzeitung titelte heute, dass die Jugend von heute durch das SMS schreiben die Grammatik verlernen würde. Dies habe eine Studie ergeben.

Verlernt? Wann liebe Bildzeitung haben sie es denn gelernt?

Zur Fahrt

Hat man eigentlich an einem Freitag abend nichts besseres zu tun, als nach Berlin zu fahren? Warum trifft man sich nicht einfach mit seinen Entchen in einer gemütlichen Kneipe und guckt das Ergebnis am nächsten Morgen im Videotext nach? Warum fange ich eigentlich alle Berichte so an?

Nächste Frage: Wer hatte eigentlich am Tag vorher nicht vernünftig seinen Teller leer gegessen? Wenigstens regnete es elegantestes Hamburger Schmuddelwetter, als ich am Clubheim ankam. Mal wieder viel zu früh, aber so bin ich nun einmal. Langsam sammelten sich die Besatzungen der vier Busse, nur leider fehlte uns ein wichtiger Bestandteil einer Auswärtsfahrt, nämlich die Busse. Nur wie es natürlich bei einem solchen Wetter und natürlich nur bei einem solchen Wetter ist, kamen die Busse auf den letzten Drücker.

So machten wir es uns im Chill Nichtraucher-Wenigtrinker etc. Bus gemütlich. Kurze Zeit später stieg auch ein namentlich jetzt nicht genannter St. Paulianer ein, welcher die Unterhaltung in den nächsten Stunden sorgen sollte. Nennen wir ihn hier mal "H" wie Hollywood. Wenigstens stieg dieser in den Bus ein, guckte in die Runde und meinte, super, er sei wirklich gut drauf, habe er doch eben gerade noch Football Factory geguckt. Wenigstens konnten wir uns darauf einigen, dass dies zwar ein Nichtraucher, Nichttrinker etc. Bus sei, aber das von Nichtkoksen nciht die Rede sei. (bevor das hier Leute falsch verstehen, es wurde natürlich nicht gekokst.)

Die Fahrt begann und nach einer kleinen Radioaufwärmrunde durften wir erstmal eine Frank Zander CD geniessen. Als Stefan, welcher heute unseren Reiseleiter mimte, dann die CD wechseln wollte und darauf hinwies, dass es sich um einen Chillbus handele, da hatte unser Busfahrer seinen ersten grossen Auftritt, als er Chill - Schill Out assozierte und meinte, man habe ihn als Nazi bezeichnet. Grosses Gelächter bei meinen Nebenleuten, nur ich hatte irgendwie das ganze nicht so wirklich mitbekommen. Mehr zu unserem Busfahrer later on, wie man neudeutsch sagen müsste.

Kettcar begleitete uns nun auf dem Weg durch die Zone, wobei mir die CD langsam gefällt. Sie ist nur nicht gerade grosse Stimmungsmusik, wenn man an einem grauen Märztag unterwegs ist. Unterbrochen wurde das hören der Kettcar CD durch das sehen von einer DVD mit dem Titel "10 Jahre Fanladen". DVD? Ja, der Nichtraucherbus hatte immerhin schon acht Wochen auf dem Buckel, gehört zu den neusten Bussen, die Sportreisen zu bieten hat und konnte daher auch mit einem DVD Player aufwarten. Daher hatte unser Fahrer auch ein kleines Fussabtretbrettchen aufgestellt, bevor wir diesen tollen Bus das erste mal betreten durften. Warum er diesen Service bei den Pausen nicht wiederholte, ist mir nicht sinnvoll erklärt worden. Kommen wir jetzt aber zu der 10 Jahre Fanladen DVD zurück, welche sich brutal als "man waren die alle mal jung" zusammenfassen lässt. Alte Bilder von Fans aus allen möglichen Fernsehkanälen sind wild zusammengeschnitten und zeigen, wie die Leute im Laufe der Jahre gealtert sind.

Kommen wir zu den Pausen und vielen Eigenarten, die so auf ostdeutschen Raststätten zu finden sind. So findet sich da ein Dumboelefant mit Hooliganhandschuhen und ein umweltschondenes McDonalds Klo. Ganz grosses Tennis auch unser Betreuer, den wir anscheinend im Griff hatten, da er auf "Stefan bei Fuss, geht weiter" mit einem "Wuff" und dem sofortigen antanzen reagierte. Ganz grosses Tennis auch der Hinweis, dass sich das Telefon auf der Rückseite befände. Nur H konnte nicht wirklich befriedigt werden, wollte er doch den in der Überschrift genannten Streifen erwerben und uns endlich vorführen, aber leider war der bei der Raststätte nicht vorrätig.

Weiter gings und irgendwann kamen wir dann in der Reichshauptstadt an. Berlin Köpenik verfügt nicht wirklich über eine eigene Autobahnabfahrt, so dass man irgendwie sich immer durch die Stadt quälen muss. Letztes mal haben wir es über das ehemalige Westberlin versucht, diesmal über die A10 und das ehemalige Ostberlin. Mal ehrlich: Beide Wege sind nicht wirklich toll. Aber da uns Union nach unten verlässt müssen wir uns nicht nach einem neuen besseren Weg umsehen.

Die unvermeidliche Stadtrundfahrt begann und brachte erstaunliches zu Tage. Warum zum Teufel werden in ungefähr jeder dritten Siedlung im Prenzlauer Berg gerade die Aussenanlagen neu gebaut? Gibt es in Berlin ein Gärtnerförderprogramm? Oder sind das Folgen von Hartz IV? Die Rundfahrt wurde aber weder unterbrochen um das Cafe King zu finden, noch für die Vorbestellung von 30 Döner bei dem Döner 2 Euro Schuppen, noch für den käuflichen Erwerb der Überschriftsdvd bei einem DVD Schuppen.

Irgendwann befanden wir uns dann auf der richtigen Strasse, aber trotzdem dauerte es noch mindestens eine Viertelstunde bis wir endlich am Stadion waren. Eine kleine James Bond Wende über die Gleise und schon durften wir denn endlich auch aussteigen. Grosses Tennis dabei war einer der anderen Busse, der wohl kurzzeitig als Schienenfahrzeug unterwegs war. Zitat Standfussballer: "Ich sah nur noch Gleise".

Bevor ich jetzt das Thema Busse etc. verlasse noch ein Wort zu unserem Busfahrer: Schon mehrfach genossen, aber auch diesesmal nervte er mit vielen blöden, vielen altklugen Sprüchen und auch einfach damit, dass er alles bestimmen wollte. So raus aus dem Bus, was besagter H freudig erregt und aus dem Bus mit einem fröhlichen "Auf die Fresse" stieg.

Immer wieder ein Skandal bei Union ist der Eingang zum Gästeblock. Viel zu eng mit insgesamt nur vier Eingängen und einem riesigen Gedränge, weil es einfach nicht schnell genug ging. Diesmal kam noch ein Skandal dazu. Letztes mal hatte man noch den Nebenblock geöffnet, diesmal nicht, so dass eine stattliche Anzahl an Fans am Ende draussen bleiben musste, weil es keine Karten mehr für den Gästeblock gab. Viele Leute haben auch mit Eintrittskarten mehr als eine halbe Stunde auf Einlass warten müssen. Der nächste Skandal war die Berliner Polizei, die wieder vollkommen am Rad drehte und da wirklich mit viel zu vielen Leuten präsent war, den Block mit drei Kameras von drei Seiten filmte und auch noch um das ganze nervös zu machen auch noch die Hunde mithatte.

Das Union Stadion ist wirklich schön. Alt, eng und rottig, so wie ein Fussballstadion sein muss. Kommen wir zu den Intros. Wurde auf unserer Seite das Präsidium mit mehreren Transparenten abgekanzelt, disqualifizierten sich die Unioner bei mir endlich. Der Spruch "Rechte Sprüche an der AF? Lügen von TAZ, Kurier, Baff" gepaart mit den entsprechenden Logos ist mehr als peinlich. Meine Lieben Unioner. Mal ganz ehrlich: Keine Rechten Sprüche? Alles Engel bei euch? Das wäre sehr erstaunlich, denn so ist es nichteinmal bei St. Pauli. Und mit einer pauschalen Abkanzelung werdet ihr euer schlechtes Image auch nicht los. Besser wäre es, wenn ihr euch klar gegen Rechtsradikalismus bekennen würdet und Leute, die doch rechte Sprüche machen einfach aus euren Reihen rausschmeisst. Dann wird man ein solches Image auch ganz schnell los. Aber in der unschuldigen Opferrolle macht ihre euch nicht wirklich gut.

Kleiner inhaltlicher Nachtrag hierzu: Es geht wohl um einen Sampler, der mal bei Union erscheinen sollte und welcher zumindest rechtsradikal angehauchtes Liedgut enthielt. BAFF ist damals an den Verein herangetreten und hat gebeten diesen Sampler zurückzuziehen, was dann auch erfolgte. Gleichzeitig hatte die Berliner Presse aber schon davon Wind bekommen. Kurz: Kein Grund sich hier jetzt in der Opferrolle zu präsentieren. Ich hatte bisher einen relativ neutral/guten Eindruck von den Unionfans, aber das finde ich nun ziemlich schlecht.

Stimmung? Bei uns im Block ziemlich gleich null, was deutlich daran lag, dass mal wieder das ganze verzeckte Berlin sich im Block zeigen musste. Ganz ehrlich, nix gegen Leute, die nicht jedes Spiel besuchen oder die nur in ihrer Heimatstadt kommen, aber ich habe doch Probleme damit, wenn da Leute schon vollkommen betrunken sind, nur rumprollen und eigentlich keine Ahnung von Fussball haben. Und wenn da ein Typ ohne Scheiss vor kleinen Kindern in so einen kleinen Zaunvorsprung pisst und sich noch von seinen Freunden dafür feiern lässt, dann fällt mir gar nix mehr ein. Ganz ehrlich.

Auf Union Seite ist eigentlich nur der "Union" Wechselgesang beeindruckend, dieser ist aber richtig stark.

Über das Spiel hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens. Wenn man nicht kämpfen will, dann gewinnt man auch beim Tabellenletzten nicht.

Nicht den Mantel des Schweigens möchte ich über einen ehemaligen St. Paulianer Marcel Rath hüllen. Von einem Tribünensitzer erfuhr ich, dass Rath die ganze Zeit versuchte Egner zu provozieren mit solchen Aussagen wie "Mach schnell du Stricher" und "Hurensohn". Das Publikum nahm dies wohl auch noch dankbar auf machte fröhlich mit. Das zeigt mal wieder, was für ein Geistes Kind Herr Rath ist.

Nach dem Spiel wieder zu den Bussen. Hier zeigte die Polizei in Berlin, dass auch sehr auf Provo aus war. Statt sich irgendwo neben die Busse zu stellen, bildeten sie eine Kette auf dem Gehweg, welche dazu führte, dass alles noch enger wurde, Dazu noch die fröhlich bellenden Hunde und alles wurde immer nervöser. Das nenn ich wirklich Deeskalationstaktik. So wurden Leute auch für Fuckfinger eingesackt und konnten die Heimreise mit den Bussen nicht antreten.

Die Rückfahrt verläuft bisher ruhig und mit viel zu vielen Pausen, aber so endet hier erstmal die Zeilen über die Fahrt nach Berlin.

Und noch ein Nachtrag: Es soll erneut in den Bussen zu mehreren unschönen Szenen gekommen sein. So sollen Leute eine Scheibe zertrümmert haben und dann behauptet haben, dies sei durch Steinwürfe geschehen. Ich habe schon wenig Verständnis dafür eine Scheibe so zu bearbeiten, dass sie den Geist aufgibt, aber dass man dann am Ende nichteinmal dazu steht, finde ich unter aller Sau.

Cloppen in Cloppenburg

War dann am Sonntag angesagt. Und es wurde die vom Standfussballer vorhergesehene Kaffeefahrt. Ganz ehrlich: Viel Kaffee gab es nicht, aber ich frage mich ernsthaft, warum nicht alle Fahrten so entspannt und locker durchgeführt werden. Kein Stress, keine Ausfälle und die dusselige Polizei wurde ganz einfach damit ausser Kraft gesetzt, dass man sie ignorierte. Wie frech und einfach verlogen die Polizei ist, zeigt sich daran, dass auf die konkrete Frage nach dem Klubheim behauptet wurde, dies befände sich im Gästeblock. Dies war schlichtweg gelogen und man wollte uns einfach nur im Gästeblock einsperren. So konnte das Klubheim an uns heute kein Umsatz machen und eine andere Kneipe wird wahrscheinlich heute „wegen Reichtum geschlossen“ an der Tür stehen haben. Vollkommen unverständlich ist, warum auf ca. 40 St. Paulianer ca. 100 Polizeibeamte kamen, insbesondere da diese an diesem Tag komplett arbeitslos blieben. Anzumerken war nebenbei, dass in der von uns besuchten Kneipe der Oberultra der Cloppenburger sass und man trotzdem nur lachte, trank und sich freute. Auch mit nach Nordhorn reisenden Neumünsterfans kam es nicht zu irgendwelchen Pöbeleien, sondern einfach nur zu einem freundlichen „Moin“ und der Frage wo die denn hin müssten.

So war der Tag von hübschen Schoten geprägt. So wollte kam man auf dem Hinweg auf die Idee die Polizei doch richtig zu begrüssen, wollte ein Lied beim Stadionsprecher abgeben und so die örtliche Polizei grüssen. Leider wollte der „Spiel mir das Lied vom Tod“ nicht für die Polizei spielen, obwohl ich die CD mit dem Hinweis „Lied 18 als Gruss an die örtliche Polizei“ abgegeben hatte.

Ich fröhnte wie immer dem Hobby fotografieren und so wurde ich von dem Block bei der Rückkehr zur Halbzeit mit „Norbert und die Polizei“ begrüsst, gefolgt von einer Welle zwischen Block und Fotografen. Wie ungnädig die Leute sind, zeigte sich daran, dass man doch wirklich als „Drecksau“ beschimpft wurde, obwohl man den Bus gemacht hatte.

In der zweiten Halbzeit stand ich dann vor dem Block der Nordhorner und war aufgrund meines Schales deutlich als St. Paulianer zu erkennen. Süss der kleine Junge (ca. 12) der hinter mir stand und zu seinem Vater erstmal was von „Du guck mal, St. Pauli“ flüsterte.

Und so reihte sich Spass an Spass, welche ich hier aber nicht alle wiedergeben kann. Nebenwirkungen? Ausser einem geringen Brausebrand eigentlich keine. Aber was erzähl ich? Touren mit der 2. sind immer wieder ein Genuss und jeder der zu Hause bleibt ist selber Schuld. Die nächste Chance ergibt sich, wenn die 2. bei Arminia Hannover spielt. Dort ist Freibier garantiert und ein Bus ist schon so gut wie gebucht. Wer also an Sonntag den 9.5. noch nix vor hat, der melde sich bei mir!

Schluss mit Lustig

Kommen wir zum Aufreger der Woche. Den „Sextourismus“ Vorwürfen gegen Kubafahrer. Um die Darstellung gleich einzuschränken: Diese Page beschäftigt sich mit dem FC St. Pauli, seinen Spielern und seinen Angestellten und Vereinsorganen. Was andere Mitreisende so getrieben haben oder halt nicht getrieben haben sollen die mit sich selbst, ihrem Gewissen, eventuell ihrem Lebenspartner und ganz eventuell mit Gott ausmachen. Mich interessiert das nicht.

Bei unserem Präsidenten sieht die Sache schon anders aus. Das interessiert schon, da er immerhin nicht irgendwie zum privaten Vergnügen, sondern als Vereinsoffizieller da war.

Fakt ist, dass mehrere Versionen im Raum stehen, dass jeder vielleicht auch eine andere Meinung hat wie man es nun moralisch werten soll und ich definitiv nicht weiss, was wie weit wahr ist. Natürlich könnte man jetzt ohne weiteres dort mit Fragen der Aussageanalytik herangehen und daraus mal ermessen, was eher wahr und was eher gelogen ist, aber dies werde ich hier nicht machen. Denn:

1. Nimmt die Diskussion für mich eine Richtung an, die eher Littmann hilft, als ihm schadet. Wir waschen jetzt schmutzige Wäsche und ich befürchte beinah, da gibt es genug Leute, die nun einfach deswegen mit Littmann sympathisieren, weil sie den Stil schlecht finden. Weiterhin wird nun gar nicht mehr über die fachliche Fähigkeit und Unfähigkeit dieses Präsidiums diskutiert und dieses hat nun wieder Zeit gewonnen über die Fehler der letzten Zeit Gras wachsen zu lassen.

Richtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Opposition immer verzweifelter wird, da einfach die Mehrzahl der St. Paulianer sich für fachliche Fragen überhaupt nicht mehr interessiert bzw. sich über fachliche Fehler überhaupt nicht mehr aufregt. Bisher ist das Chaos im Verein bei Littmann nie haften geblieben. Vielmehr hat er sich als Teflon-Corny erwiesen. An ihm bleibt nix haften. Insofern bleibt wahrscheinlich auch diese Story an ihm nicht haften.

2. Sich die Presse einfach lächerlich verhalten hat. Wenn ich die Story veröffentliche, dann steh ich auch dazu und nehme die nicht aufgrund des Druckes, den Littmann nun logischerweise aufbaut sofort wieder zurück. Noch geiler ist, wenn ich dann noch einen Redakteur die „Rote Karte“ zeige bzw. ihn „auswechsele“ (so die Formulierungen der MoPo in ihrer peinlichen Entschuldigung), denn mal ganz ehrlich: JEDEM hätte klar sein sollen, dass das Thema extrem heiss ist und eventuell gerichtliche Schritte nach sich zieht. Und entweder bring ich das Ding und dann steh ich dazu oder ich lasse es gleich von Anfang an. Und das der Chefredakteur nicht erahnte, was er da bringt, kann mir auch keiner erzählen, das war immerhin eine Titelgeschichte. Insgesamt reagierte die gesamte Presse so etwas von reisserisch, dass das ganze nicht mehr zu ertragen war.

3. Wir hier in einem Bereich sind, der natürlich schnell in juristische Bereiche abrutscht. Schreibt man nur eine Spekulation, die nicht wirklich wahr UND zu beweisen ist, dann hat man schnell die Rechtsverdreher am Hals und das kann ich mir nicht wirklich leisten.

Aber da war doch noch mehr…

Ich bleibe dabei, alles was vorher gelaufen ist (Steuernachzahlungen, kurzfristig zurückzuzahlende Verbindlichkeiten, Planungen, die schlichtweg gelogen sind etc.) sollten reichen um Littmann aus dem Amt zu bringen. Wenn das nicht reicht, was soll er dann machen, damit er endlich dieses Amt verliert?

Ich bin aber immer noch der Meinung, dass man nicht alles, was nun bekannt geworden ist gegen ihn verwenden kann. Aus meiner Sicht sollte man immer eine vernünftige Soll und Haben Bilanz haben und dann überlegen, ob er (und seine Gefolgschaft!!!) noch tragbar ist oder nicht. Halte ich die Kubastory aus den oben genannten Gründen nicht für geeignet in eine solche Bilanz einzustellen, so gibt es noch einen Punkt, den ich anders bewerten möchte, als die Entdecker es getan haben. Nämlich der interne Schlachtplan aus den Verhandlungen mit „upsolut“. Natürlich wirkt so ein Dokument nun im Rückblick peinlich und es ist natürlich ziemlich flapsig geschrieben. Nur mal ehrlich: Jeder der verhandelt, hat so etwas schoneinmal geschrieben und jeder, der mal in eine Verhandlung gegangen ist, wo ihm klar war, dass er eins auf die Nase bekommt, hat schon versucht solche Täuschungsmanöver zu fahren. Selbst wenn sie noch so albern und durchsichtig sind. Wie formulierte letztens der Chef meiner Lebensgefährtin? „Da muss man aus einer Position der nichtvorhandenen Stärke agieren“. Und nix anderes hat man hier versucht.

Ich persönlich finde das offen legen dieses Dokumentes insgesamt nicht so gut. Denn erst vor kurzem hatte die Jahreshauptversammlung ziemlich einstimmig beschlossen, dass internes intern bleiben soll. Und ich denke, dass man sich als moralische Instanz dann auch an solche Sachen unterlassen sollte. Es gibt eben Grenzen und aus meiner Sicht heiligt der Zweck eben nicht alle Mittel.

Aus Zeitmangel unkorrigiert. Ich bitt