Norbert regt sich auf vom 19.11.2005
über
Vom Fremdgehen, Bad Days und Verstärkungen
Wenn die erste keine Auswärtsfahrt anbietet, dann kann man ja zur zweiten Mannschaft fahren. Leider fanden sich nicht wirklich viele Interessenten für eine Fahrt nach Braunschweig, so dass man sich letztendlich mit zwei PKW und insgesamt zehn Mitfahrern und 22 Beinen (okay, wer kann dieses Rätsel lösen?) in Richtung Braunschweig aufmachte. Dankenswerterweise hatte uns der Betreuer der zweiten Braunschweiger Mannschaft Parktipps und Eingangstipps gegeben. Nur hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch Zweifel, ob es sich um eine nette Geste handelt oder um eine üble Hooliganfalle. Dazu später aber mehr.
Ich machte mich kurz nach neun auf den Weg, genoss erstmal den Raureif, fütterte drei Plüschohrsätze, die ab und zumal „Miau“ rufen, und machte mich dann auf den Weg, meine Autobesatzung einzusammeln. Nur leider hatte ich Musik vergessen, so dass ich H. erstmal eine SMS schicken musste, dass sie ihre Killermusiksammlung mitbringen solle. So konnte es in Richtung Südosten gehen, wobei unser erster Zwischenstop auf den Harburger Bergen stattfand, da wir noch kurz das zweite Auto einsammeln wollten. Von nun an führte uns der Mopp im anderen Auto und führte uns durchs Panzergebiet auf die B 4. H. konnte noch zu nahezu jedem Dorf eine Anekdote zum Besten geben und so ging es in bester Laune weiter. Elvis hatte uns noch Jugendzeitung gekauft und gab die „Problemseite“ zum Besten. Sehr gut dabei das Mädel, was fragte, ob es normal sei, wenn sie mehrmals pro Tag Lust auf Sex habe oder ob sie dann sexsüchtig sei. Die Antwort war etwas komisch, stand da doch, dass das schon okay sei und sie mal ihre Handynummer einschicken solle. Meinte zumindest Dr. Spaddel. Oder stand das da etwa nicht?
Nach einer Pinkelpause ging es weiter mit der Frage, wo eigentlich fremdgehen beginnt. „Meistens in der Kneipe“ ist hier zwar die richtige, aber nicht wirklich gewollte Antwort.
Ihr merkt, bei uns war gute Stimmung. Wusstet ihr nebenbei, dass es in Munster ohne Witz ein „Deutsches Panzermuseum“ gibt? Oder habt ihr schon einmal ein Warnschild mit einem Panzer drauf gesehen? Wenn ihr nicht in der Gegend um den Truppenübungsplatz wohnt wahrscheinlich nicht.
Noch ein kurzer Tankstop und dann waren wir ohne Probleme in Braunschweig angekommen. Das Stadion wurde auch schnell gefunden, nur leider war der uns empfohlene Eingang verschlossen. Aber auch dieses Problem konnte durch ein kleines Telefonat gelöst werden. Dankenswerterweise hatte Hermann noch ein paar Freikarten für uns, so dass sich kurze Zeit später unser Mob im Stadion befand. Die Zwischenzeit, in der Hossa die Karten organisierte, haben wir mit einem ca. 14 bis 16 jährigen Braunschweigfan verbracht, der mit uns redete, erzählte, dass er sich einen St. Pauli Schal gekauft hätte, dann meinte, er würde ihn holen und nach fünf Minuten dann eben mit diesem wieder aufkreuzte.
Im Stadion mussten wir feststellen, dass es nicht einmal ein Klo in diesem Stadion gab. Zuerst wollten wir uns auf die normale Gegengrade stellen, wurden dort aber von den Ordnern weggeschickt und hinter die Trainerbänke verbracht. War aber alles sehr freundlich und auch okay, denn auf Braunschweiger Seite hatte sich doch ganz ordentlich Pack versammelt. Thor Steinar ist hier eine ganz normale Klamottenmarke, die von genügend Leuten getragen wird.
Ich nahm wieder meinen Hintertorplatz ein und fotografierte so vor mich hin. Lustig der Ordner, der meinte, wenn ich Fan sei, solle ich doch bitte wieder zu meinen anderen Leuten gehen. Ich habe ihm dann aber gesagt, dass ich Fotograf sei. Als würde sich das ausschliessen :-)
Zum sportlichen: Scheisse wars. Verstärkung der 1. Mannschaft unglaublich schwach (ein Widerspruch in sich, oder?), sonst gefälliges Spiel, aber bei uns gibt es ja keinen, der wirklich mal Gefahr im Strafraum ausstrahlt.
Bei Abpfiff war bei mir doch etwas Unruhe, was uns nun erwarten würde, denn wie oben erwähnt war genügend Pack auf der Gegenseite vorhanden, aber die kompetenten Ordner hatten uns sauber abgetrennt und wir erreichten ohne Probleme die Fahrzeuge.
Zurück nahmen wir nun die Autobahn, fuhren ein bisschen Rennen und freuten uns des Lebens. Die Bundesligakonferenz wurde fröhlich abgefeiert, wobei schon erstaunlich ist, dass Bayern und Lautern in diesem Auto nicht wirklich Sympathien haben.
In Hamburg konnten wir alle Leute gut nach Hause fahren, da der Demoeinsatz im Schanzenviertel schon beendet zu sein schien. Und als ich nach Hause kam, dudelte das Radio was von „It’s been a bad day please don’t take a picture“. Nee, war es nicht, wir hatten unseren Spass, also auf zur nächsten Tour zu Wob II. Und ich mach jetzt die Fotos.
… die JHV am 21.11., auf deren Zusammenfassung aus meiner Feder ihr dieses Jahr verzichten müsst, da ich mich auf einer Fortbildung befinde. Aber immerhin habe ich so eine Menge Zeit, die Zahlen zu analysieren. Ihr werdet das alles nächste Woche lesen könn