Norbert regt sich auf vom 25.4.2006 (!!!!)
über
Wir sind alle ein Stück VfL Osnabrück
Warum soll man eigentlich als Webseitengestalter noch arbeiten, wenn die Mannschaft nicht mehr arbeitet? Warum sollte man eigentlich als Fan Geld ausgeben und nach Osnabrück fahren, wenn die Mannschaft nicht mehr will? Warum fahren bei diesem Chaotenverein eigentlich zu einem Freundschaftsspiel 1000 Leute (immerhin 1/7 aller anwesenden Fans)? Wie singt der OL so schön? „Wir haben keine Wahl“. Wer dies nicht versteht, den kann ich nur beglückwünschen, denn er hat einen Virus nicht in sich: den Fussballvirus.
Welche Ziele sollte man diese Saison noch haben? Oddsetpokal gewinnen? Wäre bei unserem Verein, der eigentlich immer noch komplett pleite ist, zu hoffen. Jedoch wäre es für die sportliche Entwicklung nicht förderlich. Nichts würde ich mir mehr wünschen als dass unsere Mannschaft sich nur auf die Liga konzentrieren muss. Leider neigt diese Mannschaft dazu, zwischen Genie (Hertha, Bremen, Bochum, Essen) und Wahnsinn (Osnabrück, Kiel you name it) zu schwanken. Und wenn man ihr die Pokalabende nehmen würde, dann würde sie vielleicht endlich mal Genie in der Liga zeigen.
Ich persönlich habe noch ein Ziel: Die perfekte Saison. Seitdem es diese Kolumne gibt, fahre ich eigentlich regelmäßig auswärts. Eine perfekte Saison (wirklich alle Pflichtspiele) hab ich bisher nur in der Bundesligasaison geschafft und werde es auch diese Saison nicht schaffen, da ich nicht in Ranzau war. Aber immerhin den 36er strebe ich an und wenn nix dazwischen kommt, dann packe ich ihn auch. Nächstes Jahr wird das schwieriger, da bisher zumindest eine Hochzeit diese Planung ein wenig stört. Aber es gibt auch bei mir (Wunder oh Wunder) wichtigere Dinge als Fussball. Dazu kommen nebenbei noch ca. 26 bis 28 Spiele der 2. Mannschaft sowie alle DFB-Pokalspiele und alle Oddsetpokalspiele der 2. Mannschaft (Ausnahme HEBC). Ich glaube ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich einer der Menschen bin, die am meisten Spiele diese Saison gesehen haben. Mir fallen nur wenige Personen ein, die ähnlich viel gesehen haben. So, diese Selbstbeweihräucherung musste nun mal sein.
Und ein anderes Ziel habe ich noch. Am 24.5. um 23 Uhr mit der 2. Mannschaft mindestens auf Platz 12 der Oberligatabelle zu stehen. Dann am 27.5. Lokalrivale II in die Oberliga schiessen und hoffen, dass Bremen II auch absteigt. Und dann hoffen, dass Wolfsburg II nicht aufsteigt. Alles ist attraktiver als Wolfsburg II.
Nach diesen ungeordneten Gedanken kommen wir zum heutigen Aufreger. Der angekündigte Littmannteil muss wahrscheinlich erneut entfallen. Ich bin heute für eine wirklich mal inhaltliche Argumentation zu diesem Thema nicht fähig. Noch hat das ganze aber auch Zeit und die Sommerpause kommt bestimmt. Dafür bekommt ihr aber zwei Auswärtsberichte und einige Döntjes zum letzten Wochenende.
Das umschreibt eigentlich den Tag. Lustlos. Ich quälte mich um 7:00 aus dem Bett, nachdem es am Tag zuvor mit den Enten mal wieder etwas später wurde. War eine nette Trinkrunde und Kill-Kenny (oder wie das Zeug heisst ;-)) kann man ja auch ganz gut trinken. So beschloss ich, dass heute mal ein guter Tag wäre um sich nicht die Lichter auszuschiessen und begann eine alkoholfreie Fahrt.
Rübenkamp stiegen die Cocktaildamen ein und gemeinsam näherte man sich dem Ziel Clubheim. Viel zu früh wie immer, denn losgehen sollte es erst um 9:30. So passierte es zum ersten Mal in meinem Leben, dass ich eher als H. am Bus war. Leider waren wir etwas gerupft, denn sowohl Moritz als auch Martini und Flo hatten aus familiären oder gesundheitlichen Gründen (in diesen Fällen: Gute Besserung!) abgesagt. Der Bus kam sehr früh und wir konnten ganz bequem unsere Stammplätze besetzen. Leider hatte ich irgendwie die ärmste Kaddi vergessen (und nachdem ich heute mir die Bestellung noch mal angesehen habe, hab echt ich sie vergessen), so dass es noch kurz zu einem Schreckmoment kam. Aber insgesamt war genug Platz im Bus, so dass das alles kein Problem war.
Nur die Busbesatzung war nicht wirklich toll. Insgesamt vielleicht 10 bekannte Gesichter. Der Rest eventuell schon bekannt aber in der Kategorie „will ich nicht kennen lernen“ oder auch Kutten ohne Gruppen. Mit ein bisschen schummeln bei der Platzreservierung konnten wir aber Katastrophen abwenden und mit einem Nachgetreten-Redakteur einen relativ entspannten Nachbarn gewinnen.
Auf gings und mit der Übersteigersamplerkassette von F. ging es in Richtung Osnabrück. Was soll ich sonst so über die Hinfahrt schreiben? Mir ist nichts im Gedächtnis hängen geblieben, was irgendwie nun Zeilen in diesem Bericht würdig wäre. Erst als uns die Polizei mit einem Motorrad abholte, änderte sich an diesem Zustand etwas. Endlich mal vernünftiger VIP-Service, denn an einem kleinen Stau wurden wir vorbei geleitet. So waren wir doch recht pünktlich in Osnabrück.
Nicht wirklich nett ist jedoch die Polizei, die in Osnabrück eingesetzt wird. Letztes Jahr schon durch Provokationen ohne Ende aufgefallen benahmen sie sich auch diesmal daneben. Da kommt man mit einem Kuttenbus an und die springen aus ihrem Wagen, werden voll hektisch und ziehen sich schon mal alle Kampfsachen an. Haben die eigentlich einen Knall? Da hat man schon Angst, dass die gleich den Bus stürmen, aber nachdem man ausgestiegen ist, lassen die einen vollkommen ohne Begleitung zum Stadion ziehen. Andere Kracher folgen im Laufe dieses Berichtes.
So spazierten wir lässig zum Stadion. Dort verdrückten sich die „normalen“ Leute in den Gästeblock und ich holte meine Pressekarte ab (nebenbei: plastiniert, was diese Saison genau viermal der Fall war. In Düsseldorf, in Erfurt, in Münster und in Osnabrück; der durchschnittliche Erfolg dieser Spiele ist bekannt).
Im Presseraum dann die Geschichten aus dem Regionalexpress. Ca 300 Leute, was relativ viel ist. Auf dem Weg zum Stadion wurden Leute, die Aufkleber abkratzten, von der Polizei gepackt und weggezogen. Und dies in einer Situation in der a. keine Straftat vorliegt und b. auch ein „Würden Sie das bitte unterlassen?“ völlig ausreichen würde. Aber da wäre natürlich die Provokation nicht mit drin gewesen und darauf hofft man anscheinend seitens der Polizei.
Darf ich nebenbei erwähnen, dass ich die Bremer Brücke absolut mein Traumstadion wäre? Das am Millerntor wäre ein Traum. Genau die richtige Grösse, noch mit einer schönen fetten Stehplatzgegengrade (die nun leider Sitzplätzen weichen soll) und zu ¾ überdacht und alles super eng. Und das ist auch noch 20 Jahre „modern“ obwohl es schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Und selbst heute dürfte das nicht viel kosten. Ich träume.
Zum Spiel: Lustlos. Nur JP Rose tat mir leid bei einem solchen Spiel sein Saisondebüt bei der ersten Mannschaft gegeben zu haben.
Zur Stimmung: Die war für Osnabrücker Verhältnisse auf unserer Seite echt mies. Der Block ging bei beinah nix richtig mit. Nur auf der USP-Seite rockte es. Schade eigentlich, hier noch mal ein schöner Auftritt wäre was gewesen.
Nun ja, nach tristen 125 Minuten konnte man sich wieder zurück zum Bus begeben. Wobei sich die Osnabrücker Polizei wieder einen echten Hammer ausgedacht hatte als sie den direkten Durchgang zu dem Bus für braun-weisse nur öffnete, wenn diese nett darum baten und denen erklärten, dass ihr Bus leider dahinter steht. Klasse Einsatzleitung. Echt mit Überblick.
Die Rückfahrt begann. Die Animation von Heiko rettete noch beinah den Tag. Der Spielerbus wurde noch überholt und hat sich wahrscheinlich schon so genug deutliche Zeichen ansehen müssen und dies, obwohl wir die Idee mit den nackten Ärschen an der Scheibe verwarfen.
In Hamburg gab es dann das grosse Fressen, wo eigentlich die Bilder alles sagen (Bilder sagen eben mehr als Worte) und hier eigentlich nur ein lautes DANKESCHÖN an die beiden perfekten Gastgeber zu richten ist. Jederzeit wieder…
Sonntag morgen klingelte der Wecker dann immerhin erst um 8:00, damit es zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen in Richtung Niedersachsen ging. Zur Abwechselung diesmal mit dem Zug, alleine schon deswegen weil in Hamburg Marathon war und man die Stadt ja beinah nicht verlassen konnte.
Am Hauptbahnhof fanden sich immerhin 19 Mitfahrer ein, was ziemlich viel war. Niedersachsenticket fahren ist nicht wirklich mein Hobby, ich finde das nervig, aber insgesamt entwickelte sich eine sehr nette Fahrt. Das ganze vom üblichen Reiseleiter gemanagt, auch wenn ich mal wieder keinen Fahrplan und keine Ahnung mit hatte, aber glücklicherweise hat man ja Mitreisende.
In Hannover hatten wir dankenswerterweise ortskundige Führung und waren so sehr früh im Stadion. Zu früh für den örtlichen Ordnungsdienst, der ohne Witz noch nicht da war (und dies obwohl das Stadion offen war) und dann später freundlich (und das wirklich) fragte, ob man noch zahlen könne, was die meisten Mitreisenden dann auch taten. In Emden hätte man wahrscheinlich die Polizei geholt, weil es Randale gegeben hat. In Hannover regelt man das mit ein paar freundlichen Worten und schon ist man fertig.
Insgesamt ca. 50 St. Paulianer fanden sich letztendlich ein und lieferten einen 2 + Support ab, der jedoch etwas geschwächt wurde, weil auch bei so wenigen St. Paulianern natürlich drei Blöcke entstehen müssen (zwei auf der Haupttribüne, einer hinterm Tor). Aber das ist halt St. Pauli. Ich glaube bei keinem anderen Verein kämen die Fans so sehr auf die Idee, sich voneinander zu trennen.
Kurz alle Mitreisenden zum gehen angefeuert, klar gemacht, dass man nicht noch eine Stunde bleiben will und dann den Zug nach Hamburg geentert. Die Rückfahrt verlief entspannt und so konnte man einen fast perfekten Tag geniessen
….der Cottbuser Mob, der in Leipzig – erneut – seine rechte Gesinnung unter Beweis stellen musste, als er mit einem Plakat „Ihr seid Ade, wir sind weiss“ auflief. Hintergrund ist eine Solidaritätskampagne aus dem Chemiker Umfeld für Ihren Spieler, der in Halle rassistisch beleidigt wurde und die den Titel „Wir sind Ade“ trägt. Dagegen nun dieser durch und durch rassistische Spruch der Cottbuser, der noch durch das Tragen von weissen Shirts unterstützt wurde. Komischerweise konnte Sachsen Leipzig sein Hausrecht durchsetzen und diese Herren des Stadions verweisen. Eine Sache, die in Hamburg anscheinend ja nicht möglich ist.
… das Opfer in Brandenburg. Die hier gefahrene Verharmlosungskampagne lässt einen jeden Tag wieder kotzen. Der Innenminister spricht davon, dass ein rechtsradikaler Hintergrund nicht bewiesen sei (klar, wenn Leute mit den Worten „du scheiss Nigger“ auf jemanden einschlagen, dann ist das nicht rassistisch, sondern ganz normal, oder wie?), eine Zeitung kommentiert, man solle doch mal überlegen, ob es sich nicht um eine „normale“ Auseinandersetzung unter Betrunkenen gehandelt habe, schließlich haben Zeugen schon vorher einen Streit gesehen. Ja, vielleicht weil das Opfer sich nicht weggebückt hat vor den rassistischen Angriffen? Weil er vielleicht auch aus Alkoholgründen versucht hat, sich zu wehren? Kein Zeuge hat laut den Zeitungsberichten gesehen, dass er den Streit angefangen hat. Hier wird konsequent ein Opfer zum Täter gemacht und dies aus peinlichsten Imagegründen. Mal ganz davon ab: Vielleicht sollte sich die deutsche Gesellschaft auch mal fragen, warum es ein Klima gibt, wo solche Taten möglich sind. Vielleicht sollte sich mal die Bildzeitung fragen, ob da nicht geistig Unterbemittelte dies umgesetzt haben, was sie doch in ihren Schlagzeilen gefordert hat. Die halt das „Falschlaufen mit den Ausländern“ (so Wortlaut Bild) auf ihre Art richtig laufend machen wollen. Noch peinlicher ist diese Pseudobetroffenheit, wie sie z.B. die MoPo übt. Das Opfer sei „einer von uns“. Ja, waren die anderen Ausländer, die seit langem regelmäßig solchen Tätern zum Opfer fallen, dies etwa nicht? Warum ging da kein Aufschrei durch die Lande? Nur weil dieses Opfer nun Familienvater, Deutscher und Ingenieur ist, ist er plötzlich ein berichtenswertes Opfer?
… Die Schickeria München, die erneut mit Stadionverboten für ungefähr alle Mitglieder überzogen wurde. Nun liest sich ihre Pressemitteilung wirklich wie Schikane, trotzdem tue ich mir noch etwas schwer mit der Solidarität. Denn nach Quellen aus dem Duisburger Fanumfeld soll es vorher schon zu einer Stürmung des Duisburger Blockes gekommen sein. Nur ist unklar, durch welche Bayern, aber laut Schilderungen von Zeugen sollen die Verhaftungen in der Nähe davon vorgenommen worden sein. Klar, ist alles sehr unklar, aber eben doch etwas zweifelhafter, als in der folgenden Pressemitteilung geschrieben. Eines ist jedoch klar: Stadionverbote aus irgendwelchen Verdachtsmomenten, die nie und nimmer Gerichtsfest sind, sind und bleiben ein Skandal.
Hier nun der Text der Schickeria:
Stadionverbote: 59 Bayernfans auf Verdacht ausgesperrt! 24.04.2006 Nach dem Spiel Duisburg – FC Bayern am 25.03.2006 gingen wir in einer Gruppe von ca. 100 Fans in Richtung S-Bahnhof, um von dort nach Bochum zu fahren, wo wir mit befreundeten Ultras des VfL Bochum feiern wollten. Der Weg zum Bahnhof führt an der Heimkurve der MSV-Arena vorbei. Dort kam es zu kleineren Pöbeleien und Auseinandersetzungen zwischen wenigen Fans beider Vereine. Daraufhin wurde ein großer Teil unserer Gruppe so wie andere Bayernfans auch von der anwesenden Polizei unter Einsatz von Schlagstöcken und Kampfhunden über den Parkplatz getrieben und teilweise eingekesselt. Danach wurden von den eingekesselten 54 Personen durch die Polizei Personalien aufgenommen. Diese Maßnahme war willkürlich. Betroffen waren neben zahlreichen sehr jungen Fans auch eine Frau und ein körperlich gehandicapter Fan. In den letzten Tagen erreichte 59 Bayernfans ein 2-jähriges, bundesweit gültiges Stadionverbot, ausgesprochen vom MSV Duisburg. Grundlage hierfür ist ein eingeleitetes Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch. Laut dem Schreiben hätte die Gruppe „die Arena gestürmt“. Davon kann keine Rede sein! Wie oben beschrieben, gab es zwar kleinere Pöbeleien und Auseinandersetzungen zwischen einigen wenigen, davon zu sprechen dass die ganze Gruppe das Stadion stürmen wollte ist aber schlichtweg absurd. Außerdem sei von uns „auf dem Parkplatz eine Person krankenhausreif geschlagen und die einschreitenden Polizeibeamten mit Steinen beworfen“ – diesen Vorwurf weisen wir vehement von uns. Kein Mitglied der Schickeria war an diesen Vorfällen beteiligt! Neben den 54 von der Personalienfeststellung betroffenen Personen wurde das Stadionverbot auch gegen fünf führende Köpfe unserer Gruppe ausgesprochen. Die Tatsache, dass so gut wie jeder Bayernfan, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Parkplatz war, durch die Aufnahme seiner Personalien vom Stadionverbot betroffen ist, ist schon pure Willkür. Dass aber nachträglich selbst Personen ein Stadionverbot bekommen, von denen wohlgemerkt nicht einmal die Personalien aufgenommen wurden, setzt dem ganzen die Krone auf! Die Systematik die hinter dieser Vorgehensweise steckt ist klar: unsere Gruppe soll gezielt mundtot gemacht werden, indem ihre wichtigsten Mitglieder ausgeschlossen werden! Offenbar ist unser Engagement für eine faire Behandlung von Fußballfans, gegen sinnlose Verboten und Repression sowie unsere Kritik am durchkommerzialisierten Gebilde des „modernen Fußball“ einigen ein Dorn im Auge… Bei den vorgebrachten Beschuldigungen wird sofort klar, dass diese Taten nur von einzelnen Tätern und nicht der gesamten Gruppe der Beschuldigten begangen worden sein können! Aus unserer Sicht ist die kollektive Bestrafung einer Personengruppe an Stelle eines unbekannten, möglicherweise sogar entflohenen Täters mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht zu vereinbaren! Als Konsequenz des Stadionverbotes können die Betroffenen, von denen ein Großteil Schickeria-Mitglied ist, bis auf weiteres keine Spiele mehr besuchen und sind damit aus ihrem Freundeskreis ausgesperrt – von den zahlreichen weiteren möglichen Folgen wie Ausreiseverboten, Eintrag in die Datei Gewalttäter-Sport und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens einmal ganz abgesehen! Wir fordern deshalb: die sofortige Aufhebung aller ohne nachgewiesene Schuld ausgesprochenen Stadionverbote die Löschung des Eintrages in der Datei Gewalttäter Sport eine seriöse Aufarbeitung der Geschehnisse und des Fehlverhaltens der Polizeibeamten vor Ort die zu einer Einstellung aller nach dem Gießkannenprinzip eingeleiteter Verfahren führen wird Damit wir diese Ziele erreichen und Anwalts- und eventuell anfallende Gerichtskosten bewältigen können, brauchen wir Eure Unterstützung! Spenden könnt Ihr uns unter dem Betreff „Stadionverbote“ auf unser Konto bei der Sparkasse Landau (Kto. 100664909 BLZ. 74351310, Kontoinhaber: Michael Sturm) überweisen oder persönlich übergeben! Die Stadionverbote treffen unsere Gruppe so schwer (zum Beispiel sind alle Vorsänger und ein großer Teil des aktiven Kerns betroffen!), dass wir uns für den Rest der Saison nicht in der Lage sehen, Stimmung sowie eine optische Kurvenshow zu organisieren! Vielen ist auch mit Sicherheit die Lust vergangen, Jubel-Trubel-Heiterkeit vorzuspielen, während ihre Freunde vor den Stadiontoren stehen müssen! Wir sind Fans doch Ihr wollt Kunden – da wird halt schnell Gewalt erfunden! Dieser Spruch kommt Euch bekannt vor? Richtig! Im Original wurde er zum ersten Mal bei den Protesten gegen die willkürliche Aussperrung der aktiven Fanszene im Sommer 2003 verwendet. Auch damals lautete der Vorwurf Landfriedensbruch. Und auch damals basierte die Repression auf Vorverurteilungen und Sippenhaft. Offensichtlich ein Modell, mit dem aktive Fans aus den Stadien vertrieben werden sollen. Die unsägliche Vergabepraxis der Stadionverbote in Deutschland die auf bloßen Verdacht hin oder nach der Methode der Sippenhaft vollzogen wird und auf diese Weise Willkür und Repression Tür und Tor öffnet steht im krassen Widerspruch zu rechtsstaatlichen Prinzipien: Damit muss jetzt endlich Schluss sein! FREIHEIT FÜR DIE ULTRAS! FREIHEIT FÜR DIE KURVE!
… der TSV 1860 München, der es geschafft hat, Pleite zu gehen. Für Kritiker der Vereinsführung kein Wunder und wer diese Kolumne aufmerksam liest, der weiss, dass hier schon seit Jahren immer mal wieder das absolut untragbare wirtschaftlicher Risiko eines Stadions, welches für den Verein einfach zu gross, einfach zu weit weg von seiner Heimat und einfach zu rot ist, hingewiesen wurde. Nun ist es ja so, dass nicht etwa die Verantwortlichen in Schimpf und Schande zurücktreten, endlich die Verträge mit der Allianz Arena beenden und zurückkehren in ihre Heimat, nein, man erklärt „Bayern wird uns helfen“. Was für ein Alptraum! Und man darf nicht vergessen, hier geht es nicht mehr darum, dass ein wie auch immer geartetes Benefizspiel durchgeführt wird, hier geht es um 8 bis 15 Millionen Euro, die fehlen. Sprich der Verein müsste – um nun zu überleben – seinen einzigen Vermögensgegenstand den er noch hat an die Bayern verkaufen. Und dies ist der Anteil an der Allianz Arena. Nach Vorstellung des Managements würde man danach natürlich weiterhin dort spielen. Dann hat man aber das Problem, dass man einfach in der zweiten Liga (und das ist bei allem Grössenwahn, der bei denen verbreitet ist, erstmal die Perspektive) nicht genug Geld einspielt, damit man dieses Stadion bezahlen kann. Selbst in der 1. Liga würde dies knapp werden. Sprich man wird auch in den nächsten Jahren Deckungslücken haben. Und die kann man dann nicht mehr stopfen. Hinzu kommt, dass man nur noch Mieter wäre und spätestens wenn der geplante Abriss der eigentlichen Heimat und damit dem Wegfall der einzigen reellen Alternative könnten einen die Bayern hin und herschubsen, wie sie wollen. Man stelle sich nur mal folgendes vor: Irgendwann schreiben die Bayern einfach FC Bayern auf die Sitze. Wehren könnte man sich dagegen als Mieter nicht.
Sprich: Eine Insolvenz und ein Neuanfang in der 3. Liga wäre wahrscheinlich genauso ris