Norbert regt sich auf vom 11.12.2006 (!!!!)
über
Tequilla für Borger
oder
Andere Perspektiven, gleiche Scheisse
Hallo, liebe Leser, nun ist der Schreiberling dieser Kolumne ja ein geborener Pessimist, und insbesondere, wenn es darum geht, Stadionpläne zu kommentieren, bin ich ein absoluter Pessimist. Aber so konkret waren wir nun wirklich noch nie. Mal sehen, was am 20.12. passiert. Fakt ist jedoch, dass ich euch da ein bisschen mit der Entwicklung alleine lassen muss. Ich werde am 20.12. am Knie operiert, kann dann erstmal die gesamte Winterpause nicht laufen und werde daher nicht wirklich berichten können. Daher fallen für mich auch die Süd- und Nordkurven-Infoveranstaltungen aus, die garantiert sehr spannend geworden wären, aber da bin ich leider verhindert. In dieser Zeit wird diese Kolumne auch zum erliegen kommen und auch Fotos von Hallenturnieren und Vorbereitungsspielen wird es nur insoweit geben, soweit dies mein Gesundheitszustand zulässt. Ist zwar ärgerlich, aber irgendwann muss das gemacht werden und das war nun mal der perfekte Zeitpunkt. Falls es denn geht werde ich aber die Zeit, in der ich nicht laufen kann, nutzen um diese Page mal wieder etwas aufzuhübschen. Insbesondere werde ich auf Fotosuche gehen, denn einige alte Fotos liegen anscheinend noch auf dem Server, werden aber nicht richtig angesprochen.
Noch ein kleiner Gag vorweg. Ich habe mir letztens mal wieder meine Zugriffstatistiken angesehen und da taucht sehr prominent ein sehr alter NRSA auf (die laufende Nummer 44). Warum dies? Ich konnte keinen Grund erkennen. Vielleicht liest ja irgendjemand diese Worte, der weiss, woher das kommt, und klärt mich auf.
Nun aber rein in die Vollen
Dieses Spiel war für mich schon etwas besonderes, da ich einen Teil meiner Arbeitskollegen dabei hatte. Und da ich nun mal der Chef des ganzen bin war es schon etwas ungewöhnlich, mit diesen zum Fussball zu gehen. Das fängt schon damit an, dass das „Sie“ bei St. Pauli ja nicht zum üblichen Ton gehört…
Folge dieses Mitbringens war auch, dass ich nicht meinen üblichen Platz einnehmen konnte. Denn für die Gegengrade bekommt man nun mal keine 10 Karten einfach mal so. So habe ich das Spiel in der Nord verfolgt. Aber soweit sind wir chronologisch noch nicht. Der Hahn war also aufgrund des zeitlichen Ablaufes diesmal etwas früher und in der Pause bekam man erstmal Mecker, dass man zu früh sei. Trotzdem klappte die Hahnversorgung (und die mit dem restlichen Junk Food) für Olespapa, Miasmama und mich sehr gut. Womit wir schon beim nächsten Thema sind. Olespapa hatte nicht nur seine reizende Frau mitgebracht, sondern auch den Millerntoristentourbus (schönes Wort, wenn man es so schreibt). Und so kam es zum Bustreffen, denn direkt nebenan stand ein Bus mit WN (das ist irgendwo in Baden- Württemberg) Kennzeichen, der zwar noch perfekt getarnt war, aber doch schon dem Fanladen gehört. Mann, sieht der gut aus. Zwar nicht mehr so hübsch bunt wie sein Vorgänger, aber ein Blick ins Innere verrät, dass der wirklich hübsch ist. Da freut man sich schon auf die erste Probefahrt. Lustigerweise handelt es sich aufgrund der Verbindungen in diese Gegenden um einen Ford, aber ich denke, dass unser Autosponsor ja alle Chancen gehabt hätte, einen Wagen zur Verfügung zu stellen.
Nun aber zum Stadion bzw. zur U-Bahn St. Pauli, wo ich nun meine Kollegen abholen sollte. Wenn man da so eine Viertelstunde rumsteht, dann bekommt man doch sehr interessante Sachen zu sehen. Normalerweise sieht man ja nur die üblichen Gesichter an den üblichen Orten. Wie wenig das teilweise mit den Leuten zu tun hat, die zu St. Pauli gehen, merkt man, wenn man an der U-Bahn St. Pauli steht. Okay, ich sag mal 85 % vollkommen normale Leute, die ich absolut gerne in unserem Stadion sehe. Aber teilweise? Oha! Volltrunkene Jugendliche, von denen der eine den „Sprit“ hat, ordentlich auch Hart-Alk nachgetankt wird und die Sprüche unterstes Niveau erlangen.
Kurz den AFM-Container, meine Schwester und meine Knuffi gezeigt und dann ins Stadion gegangen. Nordkurve? Ich gebe zu, da war ich noch nie. Ich habe noch nie in meinem Leben ein Spiel in der Nordkurve gesehen. Selbst als ein Rumgehen noch möglich war (Gott habe diese Zeiten selig), bin ich immer auf der Gegengrade geblieben. Heute also für mich nach 21 Jahren St. Pauli-Fan-Dasein eine Premiere. Ich war schon auf der Haupttribüne, aber die Kurven sind für mich Terra Inkognita. Neben uns eine Gang der Sorte „Wir stehen schon immer hier. Dich haben wir hier noch nie gesehen“. Das war okay, die hatten ja auch Recht. Ansonsten kann ich nur sagen: Kann man vom Publikum her machen. Auch viele bekannte Gesichter und eigentlich auch alles im St. Pauli-üblichen Rahmen, wenn auch definitiv anders als in der Ultraecke. Das Publikum im Schnitt älter und vielleicht auch „kuttiger“ aber absolut okay. Und das Phänomen, dass sich einige Leute einfach nur zulöten und nicht einen Blick auf das Spielfeld riskieren, ist ja nicht nur in der Nord so.
Lustig ist, dass sich hier ganz eigene Rituale halten (und dann ja auch mit der Versitzplatzung wohl sterben). „Tequilla für Borger“ ist ein solcher Ruf, den der normale Gegengradenbesucher wahrscheinlich noch nie gehört hat. So wurde – und das teilweise hammerlaut – Borger nach jeder gelungenen Parade gehuldigt. Hintergrund ist wohl ein Saufgelage seines VorVorVorVorgängers Volker, der sich wohl mal mit Tequilla die Kanne gegeben hat und diesen Drink nun allen nachfolgenden Torhütern auferlegt hat. Na dann mal Prost.
Interessant ist auch der Vorsänger in der Nord. Der hat nun definitiv kein „Ultrastyle“ und das macht ihn eigentlich schon wieder sympathisch. Schal, Pullover und irgendeine Parker Jacke hebt sich doch ab. Ich denke, dass auch die Jungs (und Mädels) Mitglieder bei USP sind (wenn man mal von den Aufklebern in diesem Bereich der Nord ausgeht), aber eben doch mit leichtem Nordeinschlag. Eigentlich schön und es zeigt, dass St. Pauli eben bunt ist.
Was so ein bisschen traurig macht ist, dass anscheinend viele Leute einfach nicht erreicht werden. Dialog: „Wo gehen wir denn nun nächste Saison hin?“ „Keine Ahnung, hier mit Gästefans? In der Süd will man uns ja nicht haben, bei den USP (Hampelmännern? Hab ich nicht verstanden)“ Dabei waren das eigentlich sangfreudige Leute, eben „Kutten“ aber das ist ja nun wirklich kein Argument. Es ist eigentlich schade, dass man solche Leute trotz Nordkurvencontainers, trotz USP Abordnung, trotz aller Publikationen nie mitreissen konnte. Es bleibt zu hoffen, dass das Ganze nach dem Umbau und der damit verbundenen neuen Mischung besser wird. Denn die Leute hatten nach meinen 90minütigem Eindruck absolut das Herz am richtigen Fleck und waren absolut korrekt und nett.
So hatte ich aber auch einen schönen Blick auf die Verabschiedung von Meckerecke und Südkurve. War also alles im allen eine interessante Erfahrung.
Stimmung auf der Höhe ist nebenbei absolut top. Mag man in der Gegengrade so gar nicht hören, aber da wird eigentlich immer wieder gerockt. Und die Wechselgesänge hören sich von dort richtig fett an.
Spiel? Das war geteilt in zwei Hälften. In der ersten spielen wir wie eigentlich die ganze Saison schwach, erzielen aber das zu diesem Zeitpunkt glückliche 1-0. Und in der zweiten Halbzeit fahren wir ein Feuerwerk auf, spielen definitiv die beste Halbzeit der gesamten Saison (das war noch besser als alles gegen Magdeburg oder in Kiel), spielen einen wirklich nicht schwachen Gegner an die Wand und bekommen bei dem einzigen Mal, wo die über die Mittellinie kommen, das 1-1 eingeschenkt und gehen damit vom Platz. Unglaublich. Wieviele Chancen waren das? 200? Nochmehr? Gefühlt jede Minute mindestens eine! Oder wie ein Kollege sagte „Die (gemeint sind die Wuppertaler) stehen ja gar nicht auf dem Platz“. Wie ärgerlich ist das bitte, wenn man nach einer solchen Leistung und der Führung im Rücken 12 Minuten vor Schluss durch einen Glückstreffer zwei Punkte verschenkt. Tja, und in der Nachspielzeit hat dann Meggle seinen grossen Auftritt, kann seinen Fehler vor dem 1-1 wieder gut machen, kann der absolute Held werden und … köpft aus zwei Metern daneben. Das wäre es gewesen.
Auch ansonsten fehlt uns einfach jemand, der immer ständig für Gefahr sorgt und Stürmer ist. Uns fehlt ein Typ Reichenberger, der in der Mitte steht und für 10 bis 15 Tore gut ist. Da kann Luz noch so ackern, seine Torausbeute ist einfach zu schlecht. Da kann Braun noch so torgefährlich sein, aber er ist eher noch Mittelfeldspieler, der aus der Tiefe kommt. Und Scharping macht seine Sache als Ballverteiler schon sehr gut, hat ja aber überhaupt keinen Abschluss. Was wir brauchen ist jemand in der Sturmmitte, der Tore macht. Ob Stendel das ist, kann ich nicht sagen. Aber so lange er nicht fit ist, kann er uns eh nicht helfen.
Ansonsten will ich der Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen. Natürlich ist Takyi teilweise zu ballverliebt, natürlich gehen Pässe von Scharping auch daneben, natürlich ist Schultz bei weitem noch nicht wieder bei 100 %. Aber trotzdem lief es. Nur das verfickte zweite Tor wollte nicht fallen.
Nun gilt es, diese Leistungsstärke über den Winter zu retten, sie auch gegen schwächere Gegner zu zeigen und dann die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu sichern. Denn nur darum geht es. Das Wunder „Aufstieg“ wäre mit einem Sieg noch mal denkbar gewesen, aber ich glaube nicht an 13 Siege und 2 Unentschieden aus den restlichen 17 Spielen. Mag alles kommen, aber realistisch ist das nicht. Und so muss man rechnen. Man darf nicht den Rückstand sehen (sechs Punkte wirkt wenig), sondern muss einfach rechnen, dass man ca. 67 Punkte diese Saison braucht (und das könnte noch zu wenig sein) und die sind eben nur so erreichbar.
Und dann haben wir das, was wir alle gerne vermeiden wollten. Nächstes Jahr die Zittersaison schlechthin. Dann geht es darum mindestens 9. (oder vielleicht selbst 7. oder 8. die genauen Details hab ich noch nirgendwo gelesen, im Kicker steht nur was von „neun Regionalligisten, die es nicht schaffen“, aber was ist mit den 2. Mannschaften?) zu werden, sonst ist absolut Feierabend. Und das in einer Liga, wo wahrscheinlich 15 Vereine dieses Ziel haben und sich teilweise über jede Vernunftgrenze hinweg für dieses Ziel Mittel beschaffen werden. Das wird alles, aber kein Spaziergang (ihr versteht kein Wort? Stichwort „eingleisige 3. Liga“). Denn die schönste Tribüne in der 4. Liga wollten wir eigentlich nicht haben, oder?
Und es wäre definitiv leichter sich in dieser neuen 3. Liga als Absteiger aus der 2. Liga zu halten. Denn die wird ein absolutes Nord-Süd-Gefälle haben. Der Norden wird die Liga extrem dominieren. Zumindest glaub ich das.
Back zu den Ereignissen von Freitag. Die Südtribüne wurde noch sehr stimmungsvoll verabschiedet, davon ist mehr auf der Bilderseite zu sehen. Danach ging es in den Fanladen und dann nach Hause.
Samstag Morgen dann grosses Fotografieren der Südtribüne. Denn bevor da irgendwelche Reliquienjäger zuschlagen wollte ich doch noch mal Fotos von dem ganzen machen. Einschub: Leider hab ich durch mein in der Nordkurve stehen Freitag keine Gazetta bekommen. Da soll drin gestanden haben, dass die Baukante bis ran an die „Block 1“ Tribüne geht? Mamma Mia, das ist aber verdammt weit in die Gegengrade. Mal abwarten. Einschub Ende
Danach ging es nach Lauenburg in Familie machen, was u.a. auch hiess 90 Minuten Lokalrivale – Nürnberg zu gucken. Und Mann, war das schlecht das Spiel. Auch beim Lokalrivalen gilt eine ähnliche Rechung wie bei uns. Zwar sind es „nur“ drei Punkte Abstand, aber wenn man bedenkt, dass man wohl gut 36 bis 40 Punkte zum Klassenerhalt braucht, dann sieht die Rechnung schon deutlich bedrohlicher aus, insbesondere wenn man nur 12 Punkte hat.
Nach der Familie ging es zur Fanladenparty, wo der untere Tanzflur nahezu gar nicht gefüllt war und oben der Rock richtig abging. Inklusive des als Überschrift zitierten Liedchens, was auf „Jingle Bells“ sich reimt. War ne nette Party, die für mich jedoch irgendwann zwischen zwei und drei endete, da es auch ziemlich verraucht da oben war. Und das ist für mich Nichtraucher natürlich gar nix.
Nach zu wenig Schlaf ging es dann Sonntag nach Altona, wo unsere 2. Mannschaft komplett verdient, absolut zu Recht und auf keinen Fall zu hoch 4-0 verlor. Die Leistung war einfach nur peinlich. Und da ändern auch die paar Chancen, die Altona hatte nix dran. Unsere Amateure spielen ohne Abwehr und absolut körperlos und sind keine Mannschaft. Falls sich nicht bald etwas ändert, dann wird das noch ganz bitter. Hinzu kommt, dass auf fremder Scholle anscheinend das Herz gleich ganz tief in der Hose ist.
In 17 Spielen ist nun auch die 17. Aufstellung probiert worden und so wirklich eine Stammbesetzung ist nicht zu erkennen. Ausser Matte Hinzmann (der immerhin ordentlich fightet) ist eigentlich kein Spieler vorhanden, dem man eine positive Entwicklung bescheinigen kann. Folgerichtig ist auch Hinzmann der einzige Spieler, der 17 mal auf dem Platz stand. Einige Trainerentscheidungen sind mir aber auch nicht wirklich verständlich. Nun ist z.B. Marc Albrecht kein einfacher Geist und in seinen Leistungen auch schwankend. Aber warum er von zweimal Stamm auf zweimal Tribüne gesetzt wurde, ist mir unverständlich. Denn auch bei seiner Auswechselung nach 25 Minuten war er nicht der mit Abstand schlechteste. Über Hintergründe mag ich lieber nicht spekulieren.
Noch ein Wort zu der Torhüterfrage. Ich denke, dass bis zum Vertragsende von Paddy Borger die Nr. 1 in der 1. Mannschaft besetzt ist. Bene kann sich zur Zeit hinter dieser Abwehr nicht wirklich auszeichnen. Und um Paddy zu verdrängen müsste er schon Weltklasseleistungen zeigen. Und das tut er nicht. Auch wenn er schuldlos an den vier Gegentoren war. Fakt ist nur, dass der Kauf von Reus komplett falsch war und unsere Finanzen nun einfach nur belastet. Bene wird auch seinen Weg gehen (insbesondere da er jünger ist als Paddy) und garantiert bei entsprechend ansteigender Form in zwei bis drei Jahren seine Chancen erhalten.
Letzte Saison war bei unserer 2. nach einem katastrophalen Start eine kontinuierliche Weiterentwicklung zum Besseren zu bewundern. Diese Saison ist es eigentlich genau anders herum. Die guten Spiele wurden zu Beginn der Saison gemacht und seitdem geht es eigentlich auch mit den spielerischen Leistungen nur bergab.
Ich will den Teufel nun nicht an die Wand malen, aber wenn sich nix ändert, dann steigen wir in die Hamburg Liga ab. Und das kann nicht Sinn der Sache sein. Und ich bin nun hart, aber ein schönfärben bringt in unserer Situation gar nix.
… unser neuer Trainer. Welcher der alte ist, denn Stani trainiert nun bis zur Sommerpause. Ich habe bisher in dieser Kolumne in meinen sechs Jahren nur einen sportlich Verantwortlichen ab dem ersten Tag in die Hölle gewünscht (Gerber) und ich bin der Meinung, dass ich damit immer noch Recht hatte. Bei Stani halte ich mich jedoch zurück. Natürlich ist er als Sportdirektor/Manager immer mitverantwortlich. Man muss jetzt jedoch sehen, was er aus der Situation macht. Nur eines macht mich skeptisch. Der letzte Trainer, der nicht vorher irgendein Amt beim FC hatte, war Krautzun, seitdem haben wir entweder Cotrainer oder Manager befördert oder einmal mit Reimann einen ehemaligen Trainer zurückgeholt. So richtig aufwärts ging es in dieser Zeit nicht (wenn man mal von dem einen „positiven Betriebsunfall“ absieht). Die Statistik spricht also gegen Stani. Naja, 42 Punkte nach der Winterpause würden alle Zweifel ganz einfach beseitigen.
… der Lokalrivale. Bei aller Schadenfreude gibt es ja doch ein paar Worte anzumerken. Zum einen fand ich das Verhalten der Fans gegenüber Atouba sehr gut. Nein, nicht das Gepöbel, sondern die teilweise klaren Ansagen gegen rechts und gegen rassistisches Gepöbel und die damit verbundene Solidarität gegenüber dem Spieler. Und ein Plakat mit „Pro Atouba / Nazis raus“ beim Lokalrivalen? Das ist doch ordentlich und sehr gut. Da bin ich aus meiner Jugend anderes gewöhnt und man muss sagen, dass auch der Lokalrivale durch Fanarbeit dahin gekommen ist, wo eigentlich jeder Verein sein sollte. Der Vereinsführung steht jetzt jedoch der Lackmustest in Sachen „Bekämpfung des Rassismus“ bevor. Denn wenn es sich wirklich teilweise bei den Rassisten um Besitzer von VIP oder Business-Seats gehandelt haben sollte, dann sind diese dem Verein zum grössten Teil namentlich bekannt. Und dann sollte der Verein auch hier mit Stadionverboten (oh Gott, dass ich mal so etwas fordere) reagieren und eben nicht nur bei dem Jugendlichen in der Kurve, der vielleicht auch aus blöden Umständen mal in einer Schlägerei verwickelt war.
Wenn wir schon bei unseren Freunden von der Müllverbrennungsanlage sind: Ich finde es immer noch unter aller Sau, wenn sich ein Aufsichtsrat in der Öffentlichkeit äussert. So ein Typ wie dieser Schulz, den sollte man mit Schimpf und Schande vom Hof jagen. Ich hasse es, wenn solche Leute nach einem Misserfolg aus irgendwelchen Löchern kommen und in der Presse rumhetzen (er hätte ja mal vor der Saison sagen können, dass alles schlecht ist…). Insbesondere ist es nicht die Aufgabe eines Aufsichtsrates, sich in der Öffentlichkeit zu äussern. Da lob ich mir nebenbei die beiden Vertreter im Lokalrivalenaufsichtsrat, die ich im weiteren Sinne als „Fanvertreter“ wahrnehme. Beide sagten auf eine Umfrage der Blöd nur „Dazu möchte ich mich nicht äussern.“ Das sollte die Haltung von jedem Aufsichtsrat sein. Aufsich